Eishockey

Eishockey: Salzburg gleicht im Halbfinal-Play-off gegen Vienna Capitals aus

Mit zehn furiosen Schlussminuten verwandelt Red Bull ein 2:3 gegen die Vienna Capitals in einen klaren 5:3-Sieg und schafft damit den Serienausgleich. Der KAC steht bereits im Finale.

Salzburg im Jubel-Modus – der Volksgarten wurde zum Tollhaus.  SN/GEPA pictures/ Jasmin Walter
Salzburg im Jubel-Modus – der Volksgarten wurde zum Tollhaus.

Was für ein Finish, was für Emotionen: Noch lange nach dem Spiel feierten die Fans im restlos ausverkauften Salzburger Volksgarten den 5:3-Sieg über die Vienna Capitals und damit den Serienausgleich zum 2:2.

Der Sieg war ein Kraftakt in einem Spiel, "das wir so vor einiger Zeit noch verloren hätten", wie der Siegtorschütze Raphael Herburger nach Schlusspfiff etwas gezeichnet (von einem Ellbogencheck von Ryan Holzapfel), aber strahlend gemeint hat. Was er damit ausdrücken wollte: Die Salzburger machten sich zwei Gegentore selbst, steckten aber nie auf und überrannten die Wiener mit zehn furiosen Schlussminuten förmlich.

Der Schock für die Salzburger Bank kam in Minute 47: Layne Viveiros rutschte als scheibenführender letzter Mann vor dem eigenen Tor aus, der Ex-Zeller Julian Grosslercher bedankte sich und schob die Scheibe zum 3:2 für die Wiener ein. Mitte in einer Drangphase führte der erste Wiener Torschuss in dem Drittel zur glücklichen Führung. Doch Salzburg kam noch stärker zurück. "Wir sind ein Team und haben hart weitergearbeitet", sagte Herburger. Alex Rauchenwald markierte mit einem Schuss in die Kreuzecke den Ausgleich (52.), dann kam der Auftritt von John Hughes und Herburger. "Ich habe John hinter dem Tor gesehen, habe gewusst, jetzt muss ich mich freilaufen und habe dann draufgehalten." Das hat sich ausgezahlt, denn Keeper Lamoureux war zwar noch am Puck, konnte Herburgers Hammer aber nicht festhalten. In dem Moment war nicht nur Herburger klar, dass dies der Sieg war. Das 5:3 durch Hughes war nur noch Draufgabe.

Was auch in diesem Spiel aufgefallen ist: Nach einem ausgeglichenen Beginn wurde auch diesmal Salzburg mit Fortdauer des Spiels immer stärker, im Schlussabschnitt ist den Capitals nichts mehr eingefallen. "Wir trainieren sehr hart und wir wissen, dass die Fitness ein großer Vorteil von uns ist", meinte Herburger. Auf die Fitness wird es mit Sicherheit noch ankommen, denn die Serie geht noch länger - und sie kommt definitiv mit Spiel sechs am kommenden Dienstag auch nach Salzburg zurück. In den nächsten beiden Spielen sollte man aber am Powerplay arbeiten - das ist aktuell Salzburgs letzte Schwäche.

Der erste Finalist steht auch schon fest, der KAC hat sich mit vier Siegen gegen Graz durchgesetzt und darf in aller Ruhe auf den Gegner im Finale (ab 14. April) warten.

In der Erste Bank Liga hat am Freitag überraschend Znaim für die kommende Saison nachgenannt - damit droht nun doch die ungeliebte Elfer-Liga. - In der AHL wurde der 21-jährige Schwede Oliver Nordberg von den Red Bull Juniors zum besten Spieler der Saison gewählt.

EBEL-Play-offs, Semifinale

(best of seven)

1 Vienna Capitals - Red Bull Salzburg 4:2
2 Red Bull Salzburg - Vienna Capitals 1:2 OT
3 Vienna Capitals - Red Bull Salzburg 3:4 OT
4 Red Bull Salzburg - Vienna Capitals 5:3
5 Vienna Capitals - Red Bull Salzburg Sonntag, 7. 4. (18)
1 Graz 99ers - KAC 0:1 OT
2 KAC - Graz 99ers 3:2 OT
3 Graz 99ers - KAC 0:3
4 KAC - Graz 99ers 4:2

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