Eishockey

Gar kein Wochenende für die Salzburger

Nach vier Siegen en suite gab es in 48 Stunden klare Niederlagen in Innsbruck und Wien - und auch Michael Raffl wird nicht kommen.

Prügel von Salzburgs Bank musste Julian Großlercher einstecken – dann war aber das Spiel für Derek Joslin (2. v. l.) vorbei. SN/gepa pictures
Prügel von Salzburgs Bank musste Julian Großlercher einstecken – dann war aber das Spiel für Derek Joslin (2. v. l.) vorbei.

Das war der erste echte Rückschlag in der noch jungen Saison: Nach vier Siegen en suite musste sich Red Bull Salzburg Freitag erst in Innsbruck mit 1:4 geschlagen geben und auch am Sonntag im Topspiel der Runde bei den Vienna Capitals. Die Tage an der Spitze sind damit vorerst vorbei, das weiß auch Trainer Matt McIlvane. "Das Spiel am Sonntag in Wien war weit besser als die Partie in Innsbruck. Wir haben ein junges Team und müssen noch an der einen oder anderen Schraube drehen", meinte der Coach.

Richtig angezählt hat die Salzburger im Schlagerspiel ausgerechnet ein Ex-Salzburger: Mario Fischer fuhr in der 18. Minute völlig unbehindert aus der eigenen Zone bis in das Salzburger Drittel und nachdem er dort auch noch nicht attackiert worden war, zog er ab - und traf genau die Kreuzecke zum 2:0. Erst danach wurden die Salzburger, an denen das erste Drittel völlig vorbeigelaufen ist, wach. Das sah auch Center Rick Schofieldso: "Wir sind erst im zweiten Drittel ins Spiel gekommen, als wir härter in die Zweikämpfe gegangen sind. Aber die Wiener haben defensiv sehr diszipliniert gespielt, daher war es schwierig, Chancen zu finden."

Die Chance zum Anschlusstreffer vergaben Pallestrang und Rauchenwald in einem Konter in Unterzahl (29.), danach wurde es ruppig: Salzburgs JJ Peterka checkte Sascha Bauer in die Bande und wurde seinerseits von Julian Großlercher von hinten mit Crosscheck attackiert. Im allgemeinen Tohuwabohu griffen Derek Joslin und Flo Baltram von der Spielerbank aus ein, für Joslin hatte das Folgen: Er ging mit Spieldauer-Disziplinarstrafe vorzeitig unter die Dusche, Großlercher kam mit zwei Minuten davon.

Vor dem Wochenende sickerte auch durch, dass NHL-Profi Michael Raffl in dem Winter doch nicht in der ICE-Hockey-League spielen wird - der Villacher, der mit Salzburg in Verbindung gebracht worden war, will sich auf die Geburt seines zweiten Kindes vorbereiten und bis Jänner gar nicht spielen. Salzburg hat sich zuletzt aber auch nicht sehr um ihn bemüht.

Der Liga droht unterdessen langsam, aber sicher ein Terminchaos: Am Sonntag wurden die Partien Dornbirn gegen VSV und Graz gegen Bratislava wegen weiterer Coronafälle in den Teams abgesagt. Wann das Spiel nachgeholt wird, ist unklar, ebenso ob die bereits einmal verschobene Partie Bratislava gegen Bozen am Dienstag stattfinden kann.

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