Eishockey

KAC und Capitals stellten in EBEL-Viertelfinale auf 2:0

Der KAC ist im Play-off-Viertelfinale der Erste Bank Eishockey Liga weiterhin makellos unterwegs. Die Klagenfurter behielten am Dienstag auch im zweiten Spiel der "best-of-seven"-Serie gegen den HC Znojmo die Oberhand und siegten mit 3:2. Auch die Vienna Capitals verbuchten den zweiten Sieg. Alles offen ist hingegen im Duell HCB Südtirol gegen Black Wings Linz. Die Bozener gewannen zu Hause 3:1.

Spannende Spiele im EBEL-Viertelfinale.  SN/APA (Archiv/EXPA)/EXPA / Thomas
Spannende Spiele im EBEL-Viertelfinale.

Die Vienna Capitals und HC Innsbruck haben Stehvermögen gezeigt. Erst in der 104. Minute fiel bereits am Mittwoch die Entscheidung im zweiten Spiel der "best-of-seven"-Serie zugunsten des Siegers der "Pick Round". Zum Matchwinner avancierte Taylor Vause. Er sorgte dafür, dass die Caps mit einem 4:3 auf dem Weg ins Halbfinale der Erste Bank Eishockey Liga dank einer 2:0-Führung voll auf Kurs sind. Das zweite Spiel zwischen Meister Red Bull Salzburg und den Graz 99ers geht am Mittwoch in der Steiermark über die Bühne. Der Titelverteidiger führt in der Serie nach einem 3:0-Auftaktsieg 1:0. Die dritten Spiele finden alle am Freitag statt.

In Innsbruck brach bereits nach sechs Sekunden eine Plexiglasscheibe, was eine 20-minütige Pause mit sich brachte. Nach der Montage einer Ersatzscheibe konnten die Wiener in der Tiroler Wasserkraft Arena zwar durch einen Treffer von Kelsey Tessier (5./PP) vorlegen, den Schwung aber nicht mitnehmen. Ganz im Gegenteil waren es die Tiroler, die in ihrem ersten Play-off-Heimspiel seit 1. März 2009 die Akzente setzten. Andrew Clark (9.) glich aus und Mario Lamoureux ließ die Heim-Fans doppelt (11./SH, 17./PP2) jubeln.

Die im ersten Spiel mit 5:0 siegreich gebliebenen Caps meldeten sich im zweiten Abschnitt aber zurück. Riley Holzapfel gelang der Anschlusstreffer (25./PP) und der 28-jährige Kanadier war es auch, der die Gäste im Schlussabschnitt (49./PP2) in die Verlängerung brachte, bei einer doppelten Überzahl seinen Doppelpack fixierte.

Die entscheidende Phase war an Spannung kaum zu überbieten. Zuerst trafen die Innsbrucker das Aluminiumgehäuse (72./Latte), dann auch die Wiener (76./Stange). Tor fiel aber in der Folge auch in der zweiten Verlängerung keines. Erst nach exakt 103:55 Minuten Spielzeit machte Vause dem Krimi ein Ende. Die Wiener setzten damit ihre Erfolgsserie gegen die Tiroler mit dem sechsten Sieg hintereinander fort.

Die Klagenfurter machten in Tschechien den nächsten Schritt in Richtung Halbfinale. Zum Matchwinner avancierte Thomas Hundertpfund mit einem Doppelpack (14., 42.). Zuvor hatte Stefan Geier (13.) die schnelle Führung der Hausherren durch Libor Sulak (4.) ausgeglichen. Sulak war es wiederum, der die Tschechen mit dem zwischenzeitlichen 2:2 (38.) zurückbrachte. In der Schlussphase brachten die Klagenfurter den Sieg mit einer starken Defensivleistung über die Zeit.

Für Znojmo ging damit nach fünf Erfolgen en suite ausgerechnet gegen jenen Club die eigene Heimserie zu Ende, der den Tschechen am 13. Jänner (3:4) auch die zuvor letzte Niederlage vor eigenem Publikum zugefügt hatte. Die Klagenfurter haben jetzt schon acht Liga-Partien hintereinander gewonnen und das genauso in Znojmo. Der Vizemeister steht nach der zweiten Niederlage im Play-off schon stark unter Druck. Wie beim 3:4 nach Verlängerung am Sonntag in Klagenfurt, das erst nach 77 Minuten und 34 Sekunden feststand, war es auch diesmal eine enge Partie.

Über weite Strecken ausgeglichen war auch das Aufeinandertreffen von Linz und Südtirol in Bozen. Die Black Wings mussten neben dem gesperrten Sebastien Piche auch auf den verletzten Rick Schofield verzichten und waren zu Beginn vor allem mit Defensivarbeit beschäftigt. Goalie Mike Ouzas zeichnete sich einige Male aus, war nach einem Konter und Abschluss von Ryan Glenn (6.) aber machtlos. Erst mit Fortdauer des zweiten Abschnitts kamen die Oberösterreicher besser in die Partie und übernahmen das Kommando. Im Abschluss fehlte aber die nötige Effizienz.

Die passte dann nach Wiederbeginn bei Daniel Oberkofler (42.), der für den leistungsgerechten Ausgleich sorgte. Linz hätte nachlegen können, David Franz ließ aber eine Doppelchance ungenutzt. Das rächte sich, Andrew-Michael Yogan (47.) brachte die Hausherren nach einem Gegenstoß neuerlich voran. Linz-Coach Rob Daum riskierte in der Schlussphase alles, die einzige Folge war aber Lindsay Sparks Treffer zum 3:1-Endstand (60.) ins leere Tor. Damit startete die Serie genauso wie 2015. Auch damals hatten die Foxes zu Hause auf 1:1 gestellt. Am Freitag wollen die Linzer, die Spiel eins mit 2:1 nach Verlängerung gewonnen hatten, vor eigenem Publikum wieder vorlegen.

(APA)

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