Eishockey

Knalleffekt bei den Red Bulls: US-Amerikaner ersetzt Kapitän Trattnig

Der amerikanische Verteidiger erhielt als Reaktion auf Verletzungen im Team einen Vertrag bis Saisonende.

Ist für Matthias Trattnig nach 746 Liga- und 71 Turnierspielen als Bulle wirklich Schluss? SN/gepa pictures
Ist für Matthias Trattnig nach 746 Liga- und 71 Turnierspielen als Bulle wirklich Schluss?

War die Verletzung im CHL-Semifinale gegen München das Ende der Glanzkarriere von Matthias Trattnig? Der 39-jährige Kapitän der Red Bulls wird vorerst abgemeldet, sein Ersatz ist schon da: Will O'Neill (30). Beim ÖEHV-Champion gibt man sich noch etwas bedeckt: Bis 15. Februar sei ja ein Rücktausch möglich, hieß es. Verletzt sind derzeit zwei Verteidiger, eben Trattnig und Layne Viveiros. Aber: Der Austrokanadier ist 23, der Kapitän wird im April 40. Und dass für knapp zwei Wochen ein Amerikaner ein- und danach wieder ausgeflogen wird, ist unwahrscheinlich. O'Neill erhielt deshalb auch einen Vertrag bis Saisonende.

Der Amerikaner aus Salem/Massachusetts wurde 2006 in Runde sieben von den Atlanta Thrashers gedraftet, kam aber nur zu einem NHL-Einsatz 2017/18 für die Philadelphia Flyers. In der American Hockey League absolvierte der 93 Kilogramm schwere Linksschütze für St. John's, Lehigh Valley und Wilkes-Barre/Scranton 451 Spiele mit 235 Scorepunkten (was auf Offensivqualitäten schließen lässt) und auch 419 Strafminuten. O'Neill traf bereits vor dem Nachtragsspiel der Bullen gegen Zagreb (Dienstagabend bei Blattschluss noch im Gang) in Salzburg ein. Aus seinem neuen Team ist ihm nur Center Chris VandeVelde, der ebenfalls ein Ex-Flyer ist, bekannt.

Die Generalversammlung der Erste Bank Liga beschloss, ab nächster Saison die Punktzahl (Spielerbewertung) für Transferkartenspieler (= Ausländer) auf 44 pro Verein zu begrenzen, d. h. also maximal elf Imports. "Damit kommen wir den Wünschen des ÖEHV entgegen", erklärte Liga-Geschäftsführer Christian Feichtinger. Nun ist auch offiziell, dass das finanziell angeschlagene Team von Medveščak Zagreb die Saison nach dem Grunddurchgang am Wochenende beenden und nicht mehr an der Qualifikationsrunde teilnehmen wird. Die Kroaten hätten wegen der Eiskunstlauf-WM auch ein Hallenproblem bekommen. Mit Feldkirch - die Vorarlberger stellten einen Aufnahmeantrag in die EBEL - wird nun "zeitnah" das Prüfungsverfahren laufen.

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