Eishockey

Linz gewann EBEL-Verfolgerduell - Auch Caps erfolgreich

Die Black Wings Linz haben am Freitag das Verfolgerduell der Erste Bank Eishockey-Liga (EBEL) für sich entschieden. Die Linzer setzten sich zu Hause gegen den KAC mit 4:2 durch und rückten den zweitplatzierten Klagenfurtern in der Tabelle bis auf drei Punkte nahe. Der Rückstand auf den mit 2:0 gegen Zagreb zum fünften Mal in Serie siegreichen Spitzenreiter Vienna Capitals beträgt weiter 14 Punkte.

Rotter (l.) steuerte beide Treffer bei SN/APA (Archiv)/GEORG HOCHMUTH
Rotter (l.) steuerte beide Treffer bei

Red Bull Salzburg gewann am Freitag zum zweiten Mal innerhalb einer Woche gegen Znojmo. Die Salzburger setzten sich nach einem 4:1-Heimsieg vergangenen Samstag in Tschechien mit 4:3 nach Verlängerung durch. Der Halbfinalist der vergangenen Saison verbesserte sich dadurch auf den vierten Tabellenplatz. Auf die Vienna Capitals fehlen 21 Zähler.

Der VSV kam beim Debüt von Markus Peintner als Cheftrainer in Bozen nicht über einen Zähler hinaus. Die Villacher mussten sich dem HCB Südtirol mit 1:2 nach Verlängerung geschlagen geben und liegen weiter im hinteren Tabellendrittel. Wie Linz landete auch der HC Innsbruck mit einem 5:2 gegen die Graz 99ers den dritten Sieg in Serie.

Die Linzer stellten im Schlager der Runde früh die Weichen auf Sieg. Corey Locke (1.), Rick Schofield und Brian Lebler (beide 4.) trafen bereits in den ersten 200 Sekunden. Lebler avancierte mit seinem 175. Treffer für die Black Wings zum alleinigen Rekordtorschützen des Clubs. Der 29-Jährige, der auch die EBEL-Schützenliste mit 20 Toren anführt, übertraf die Marke von Philipp Lukas (174).

Nachdem der KAC durch Thomas Hundertpfund (14./PP) und Marco Richter auf 2:3 herangekommen war, sorgte Joel Broda in sehenswerter Manier von der blauen Linie für die Entscheidung (59.). Für die Kärntner endete eine Serie von sieben Spielen ohne Niederlage, sie sind aber weiter erster Verfolger der Capitals.

Der Spitzenreiter aus Wien tilgte mit seinem 20. Saisonsieg im 25. Spiel den letzten weißen Fleck auf seiner EBEL-"Landkarte": Zagreb war das einzige Team, gegen das die Capitals in dieser Saison noch nicht gewonnen hatten. Das erste Saisonduell beim Liga-Rückkehrer hatten sie am 26. Oktober mit 1:4 verloren.

Die Revanche gelang dank Rafael Rotter. Der 30-Jährige war im Mitteldrittel zweimal erfolgreich. Erst traf Rotter nach einem abgeblockten Schuss von Nikolaus Hartl (26.). Dann legte er im Powerplay nach Querpass von Jamie Fraser im zweiten Versuch nach (34.). Die Capitals sind in der Liga mittlerweile 187 Minuten und 49 Sekunden ohne Gegentor.

Das kann der VSV nicht von sich behaupten. Die Villacher, die sich am Sonntag nach der 2:4-Heimniederlage gegen Innsbruck von Chefcoach Greg Holst getrennt hatten, kämpften sich im ersten Spiel unter Peintner aber zumindest in die Verlängerung. Matchwinner für Bozen, das den ersten Sieg unter Neo-Coach Kai Suikkanen feierte, war Chris DeSousa mit zwei Treffern (5., 64.). Für den VSV war Robert Flick im Powerplay erfolgreich (12.).

Innsbruck schob sich mit dem 5:2 gegen Graz weiter nach vorne. Tyler Spurgeon traf im Doppelpack (22./PP, 49./Penalty). Den Grazern gelang durch Oliver Setzinger (26.) und Jonathan Carlsson (38.) nur zweimal der Anschlusstreffer. Am Sonntag (16.00 Uhr) haben sie zu Hause aber bereits die Chance zur Revanche. Der KAC gastiert in Salzburg, Linz in Bozen. Die Capitals empfangen Dornbirn.

Quelle: APA

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