Eishockey

"Pick-Round-Sieg" gutes Omen für Vienna Capitals

Die Vienna Capitals haben sich am Dienstag mit einem 3:1-Sieg gegen den HC Innsbruck Platz eins in der "Pick-Round" der Erste Bank Eishockey Liga gesichert. Der Statistik nach hat das große Bedeutung. Der Sieger der Zwischenrunde qualifizierte sich seit Bestehen des "Live-Picks" immer für das Finale. Bis dorthin müssen die Wiener noch zwei Gegner aus dem Weg räumen, zu Beginn wartet Innsbruck.

Die Wiener treffen zunächst auf Innsbruck.  SN/APA/HERBERT NEUBAUER
Die Wiener treffen zunächst auf Innsbruck.

Die Play-offs starten am Sonntag mit den ersten Spiel der "best-of-seven"-Serien. Titelverteidiger Red Bull Salzburg bekommt es im Viertelfinale mit den Graz 99ers, dem Sieger der Qualifikationsrunde, zu tun. Der KAC matcht sich mit dem HC Znojmo, der sich das achte und letzte Play-off-Ticket sicherte. Die Black Wings Linz treffen auf HCB Südtirol.

Die Caps durften als Sieger der zweiten von drei Saisonphasen als erstes Team ihren Viertelfinal-Gegner wählen. Das zum zweiten Mal in fünf Jahren, in denen es dieses Prozedere gegeben hat. Da sich die Wiener für die "Haie" entschieden, kommt es zum Play-off-Start am Sonntag gleich wieder in der Albert Schultz Halle zum Aufeinandertreffen der beiden Teams.

"Es gibt keinen speziellen Grund, warum wir uns für Innsbruck entschieden haben. Wir respektieren jeden Gegner. Jeder startet jetzt bei Null", sagte Capitals-Coach Serge Aubin. Auch deshalb fügte General Manager Franz Kalla warnend hinzu: "Innsbruck ist eine gefährliche Mannschaft." Die Wiener sind klarer Favorit, auch da sie im Saison-Head-to-Head mit 5:1 die Nase vorne haben. Zudem behielten sie auch im bisher einzigen Viertelfinal-Duell der beiden Teams 2007/08 (3:0) klar die Oberhand.

Für die Tiroler ist schon der Play-off-Einzug ein Erfolg, dort waren sie letztmals 2008/09 vertreten. "Wir sind sehr froh, wie wir zuletzt gespielt haben und sind für jeden Gegner bereit", hat Innsbruck-Trainer Rob Pallin keine Angst. Seine Mannschaft hatte am Dienstag in Wien das Mitteldrittel völlig offen gestaltet. Davor und danach waren die Wiener aber tonangebend.

Die wie die Capitals bereits für die kommende Champions-Hockey-League qualifizierten Salzburger wählten Graz als Gegner. "Es gibt keine richtige Entscheidung, wir sind froh, in der Position zu sein, auswählen zu dürfen", erklärte Salzburg-Coach Greg Poss. Mit den Grazern treffe man auf eine gute und sehr robuste Mannschaft mit einem starken Torhüter. "Wir sind aber in einer guten Form", betonte Poss.

Die Steirer geben nach drei Jahren Pause ihr Play-off-Comeback, fixierten ihren Platz erst mit einem 4:3 gegen Dornbirn. Ein Aufstieg der 99ers wäre eine große Überraschung, konnten sie doch bisher noch nie eine Serie gewinnen. "Zuhause sind wir wirklich eine Heimmacht geworden, der Riesenfavorit ist aber Salzburg", sagte Graz-General-Manager Bernd Vollmann bei dem von Sky live übertragenen "Pick". Salzburg gegen Graz ist das einzige Premieren-Duell im Play-off. Im Grunddurchgang beendeten die Salzburger drei von vier Aufeinandertreffen als Sieger.

Mit einem guten Gefühl geht der KAC in die entscheidende Saisonphase. Die Kärntner gewannen in der "Pick-Round" acht Spiele und stellten dort einen neuen Ligarekord für Punkte seit Einführung der Drei-Punkte-Regel auf. "Wir hatten eine sehr starke Phase jetzt. Natürlich wollen wir diese Form halten. Wir werden uns auf unsere eigenen Stärken besinnen und haben eine gute Chemie in der Mannschaft", blickte KAC-Sport-Manager Dieter Kalt optimistisch in Richtung der Duelle mit dem Vizemeister.

In der bisher einzigen Viertelfinal-Begegnung der beiden Teams hatte sich Znojmo 2014/15 den KAC ausgesucht gehabt. Damals setzten sich die Kärntner überraschend 4:1 durch. Diesmal sind die Rollen anders verteilt. "Natürlich ist der KAC Favorit, aber herschenken tun wir sowieso nichts", verlautete Znojmos Team-Managerin Katherina Oherova.

Die Black Wings Linz und HCB Südtirol treffen zum bereits dritten Mal hintereinander im Viertelfinale aufeinander. 2015 und 2016 stiegen jeweils die Oberösterreicher auf. Diese Saison liegen sie vor ihrer elften Play-off-Teilnahme in Folge im Head-to-Head mit 4:2 voran. "Bozen ist das Team, das die anderen drei nicht gewählt haben. Es ist für mich das stärkste Team im Viertelfinale und es war in den letzten zwei Play-offs eine harte Schlacht gegen Bozen", sagte Linz-General-Manager Christian Perthaler.

Die Duelle sind auch den Südtirolern noch in Erinnerung. "Nachdem man zwei Jahre hintereinander gegen Linz rausfliegt, wäre es vielleicht besser gewesen eine andere Mannschaft zu bekommen, aber das Leben ist kein Wunschkonzert", meinte HCB-Team-Manager Georg Knoll. Linz muss einen Negativlauf von vier Niederlagen en suite stoppen. Zudem kämpfen sie gegen eine Statistik. Seit es den "Live-Pick" gibt, überstand der Ligavierte nie das Viertelfinale.

Quelle: APA

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