Eishockey

Salzburg gewann EBEL-Schlager: Raffl stoppt die Wiederholung

Wie vor genau einem Monat vergibt RB Salzburg daheim eine 2:0-Führung gegen die Vienna Capitals - doch diesmal rettete der überragende Thomas Raffl den Meister im Alleingang.

Der Mann des Abends: Thomas Raffl (vorne).  SN/GEPA pictures
Der Mann des Abends: Thomas Raffl (vorne).

Man schrieb den 8. Jänner 2017: Meister Salzburg empfängt nach einer Siegesserie die Vien na Capitals und spielt diese zu Beginn der Partie förmlich an die Wand. Als Bill Thomas im Powerplay zum 2:0 trifft, scheint die Partie entschieden. Dann reißt der Spielfluss, Salzburg kassiert viele unnötige Strafen und in einem echten Black-Out der Gastgeber drehen die Wiener das Spiel auf 4:2.

2. Februar 2017: Nach sechs Siegen in den vergangenen sieben Spielen empfängt Meister Red Bull Salzburg die Vienna Capitals und spielt diese zu Beginn der Partie förmlich an die Wand. Als Bill Thomas im Powerplay zum 2:0 trifft, scheint die Partie entschieden. Dann reißt der Spielfluss, Salzburg kassiert viele unnötige Strafen und in einem echten Black-Out der Gastgeber drehen die Wiener das Spiel auf 3:2.

Die Fans mussten sich am Donnerstag wie in der Wiederholung eines schlechten Films vorgekommen sein - dass der am Ende doch noch ein Happy End hatte, war nur einem Mann zu verdanken: Thomas Raffl hatte im Finish, als Salzburg stehend ko schien, seinen großen Auftritt: Erst traf er 69 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit zum 3:3 und erzwang die Verlängerung. Da kassierte Salzburg neuerlich eine Strafe - doch Thomas Raffl setzte zum Solo an, vergab erst selbst und legte zum 4:3 durch Michael Schiechl (65.) auf - ein Sieg, der wie die Meisterschaft gefeiert wurde. "Unglaublich wie die Maschine das Tor vorbereitet hat, ich musste nur noch einschießen", meinte Michael Schiechl über Raffl.

Dennoch: Dass man zwei Mal gegen die Caps ein Spiel auf eigenem Eis aus der Hand gibt, das muss sehr wohl zu denken geben - und setzte auch Trainer Greg Poss zu. "Wir müssen in so einer Situation cleverer werden." Vor allem die Strafe vor dem 2:2 erzürnte den Trainer. "Wenn man da eine Strafe wegen sechs Mann am Eis nimmt, dann kann ich nur sagen: Wie dämlich ist das?" Poss war aber von der Moral seiner Truppe angetan. "Wir haben ja die Partie noch gedreht."

Die Revanche steigt schon Samstag in Wien - Salzburgs sechster Versuch, die Capitals in regulärer Spielzeit zu schlagen.

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