Eishockey

Salzburgs Albtraum ist zurück

Einst zertrümmerte Austin Ortega Salzburg in der Champions League, doch heute debütiert der US-Amerikaner im Trikot der Roten Bullen.

Er soll Schärfe ins Salzburger Spiel bringen: Austin Ortega (26). SN/rbs
Er soll Schärfe ins Salzburger Spiel bringen: Austin Ortega (26).

Er trägt einen für einen Eishockey-Spieler ungewöhnlichen Namen und er kommt aus einer für diesen Sport noch ungewöhnlicheren Region: Austin Ortega, der einen mexikanischen Vater hat und aus dem Großraum San Diego im angeblich immer sonnigen Südkalifornien stammt, gibt am heutigen Freitag mit Red Bull Salzburg sein Debüt im Topspiel beim KAC.

Aber Salzburgs Fans sagt der Name Ortega auch in anderer Hinsicht etwas: Im September 2018 zertrümmerte er in der Champions Hockey League die roten Bullen fast im Alleingang. Schwedens Meister Växjö Lakers schlug Salzburg 5:2, drei Tore und ein Assist gingen auf das Konto von Ortega. "Klar erinnere ich mich daran", sagte er vor seinem Debüt, "es war eines meiner ersten Spiele in Schweden."

Dorthin ging er bereits im Alter von 24 Jahren, eigentlich ungewöhnlich jung für einen Nordamerika-Legionär. "Das stimmt, aber ich bekam damals das Angebot, Schweden klang gut und ich hatte nichts zu verlieren." So brillant wie im Match gegen Salzburg ging es dann aber nicht weiter, Ortega ging zu den Berliner Eisbären, wo er im letzten Sommer aus seinem Vertrag ausgestiegen und zum finnischen Spitzenteam TPS Turku gewechselt ist. Für dieses hat er heuer schon 16 Partien absolviert, ehe der Wechsel nach Salzburg kam. "Den Kontakt gab es aber schon länger."

In Salzburg ist auch sein Ziel klar: "Ich möchte hier den Meistertitel gewinnen. Das klingt zwar aktuell weit entfernt, aber ich habe noch nie einen Titel gewonnen und ich wollte zu einem Team gehen, mit dem ich das schaffen kann."

Zumindest Sprachschwierigkeiten wird Ortega bei seinem Debüt auf Klagenfurter Eis nicht haben, denn er läuft in einer Sturmreihe mit Jack Skille und David McIntyre auf. "Es ist ein gutes Team mit vielen jungen Spielern, aber auch mit richtig guten Routiniers. Ich kann es kaum erwarten, dass es losgeht."

Das Kärntner Doppel beim KAC und am Sonntag daheim gegen den VSV (16.30/Livestream Red Bull) läutet für Salzburg auch schon richtungsweisende Wochen ein: Zwölf Partien haben die Salzburger im Grunddurchgang bis 7. Februar noch zu spielen. An diesem Wochenende werden die verletzten Alex Rauchenwald (trainiert aber schon wieder auf dem Eis), Rick Schofield und Filip Varejcka weiter fehlen, dazu kommt Verteidiger Daniel Jakubitzka.

Sehr wahrscheinlich wird am heutigen Freitag auch das 1000. Saisontor in der bet-at-home-ICE-Liga fallen. Bisher gab es 989 Tore in 171 Spielen (Schnitt: 5,6). Dass das Jubiläumstor just im Match KAC gegen Salzburg fällt, ist unwahrscheinlich: Mit Sebastian Dahm und JP Lamoureux stehen hier die besten Keeper der Liga zwischen den Pfosten.

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