Eishockey

Schon Play-off-Spiel eins wurde zum Thriller

Red Bull Salzburg war 50 Minuten lang die bessere Mannschaft, unterlag aber im Finish bei den Capitals 2:4. Regner und Gazley verletzt out.

In Spiel eins gab es jede Menge Torszenen, hier vergab Marc -Andre Dorion vor Salzburg-Keeper Steve Michalek.  SN/gepa pictures
In Spiel eins gab es jede Menge Torszenen, hier vergab Marc -Andre Dorion vor Salzburg-Keeper Steve Michalek.

Wenn das ein Vorgeschmack auf die Play-off-Serie zwischen diesen beiden Mannschaften war, dann dürfen sich die Fans auf einen harten und langen Kampf einstellen. Denn beide Teams lieferten sich schon am Freitag in Wien zum Semifinal-Auftakt ein großartiges Match, das dank der besseren Effizienz mit 4:2 (1:0, 1:2, 2:0) an die Vienna Capitals gegangen ist.

Am Ende könnte die Niederlage den Salzburgern aber noch gehörig weh tun, denn so eine große Chance auf einen Auswärtssieg in Wien wird man nicht jedes Mal bekommen. 50 Minuten war Salzburg hier die bessere Mannschaft - man attackierte die Wiener schon in deren Drittel und zwang sie damit zu ungewöhnlich vielen Fehlern. Vor allem im zweiten Drittel spielte fast nur Salzburg und ging durch Tore von Thomas Raffl und Bobby Raymond verdient 2:1 in Führung. Dann kippte die Partie auch wegen strittiger Schiedsrichter-Entscheidungen: Raffl prallte von der Strafbank kommend mit einem Wiener Spieler zusammen, die Referees gaben Strafe wegen Behinderung. In der Überzahl gelang Wien das 2:2 - der direkt vor dem Tor stehende Taylor Vause dürfte die Scheibe mit dem hohen Stock abgefälscht haben, damit hätte das Tor nicht zählen dürfen. "Für mich war es ganz klar ein irreguläres Tor, das nie zählen hätte dürfen", meinte Salzburg-Trainer Andreas Brucker, der auch schwierige Coaching-Entscheidungen treffen musste: denn sowohl Dustin Gazley als auch Brent Regner mussten verletzt vom Eis, Bobby Raymond kassierte nach einer Rangelei eine ungewöhnliche Zehn-Minuten-Strafe. Im Finish machte Chris DeSousa mit dem 3:2 (sein schon 42. Saisontor) alles klar, Steve Michalek rutschte dabei die Scheibe aus dem Handschuh. Nach dem 2:4 gab es noch eine Keilerei nach einem Check von Ryan Duncan an Peter Schneider.

"Schade, wir hätten das Spiel vorher entscheiden können. Vor allem im zweiten Drittel haben wir richtig viel Druck gemacht und haben richtig gute Chancen gehabt, auch ich hatte zwei, drei tolle Chancen", meinte Raphael Herburger.

Das Rückspiel am Sonntag im Volksgarten (bereits 14 Uhr) muss Salzburg fast schon gewinnen - eine wichtige Frage wird sein, wer von den Verletzten Regner, Gazley und Brant Harris zurück kommen wird. "Aber deswegen haben wir einen großen Kader", meinte Brucker.

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