Die Frage stellt sich: Ist die CHL Gift für die Red Bulls?

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Standpunkt Gerhard Kuntschik

Auf die Gefahr hin, dass wir uns wiederholen: "In der Champions Hockey League hui, in der heimischen Liga pfui", stand hier schon einmal in dieser Saison. Die Red Bulls sind wieder dort, wo sie zu Saisonstart in der Erste Bank Liga waren, mitten in einer Misserfolgsserie. Seit dem sensationellen Aufstieg ins Halbfinale der CHL nach Eliminierung des finnischen Meisters Kärpät Oulu bezogen die Salzburger sechs Niederlagen in sieben EBEL- Spielen. Statt an die Tabellenspitze, die am 18. 12. daheim gegen die Capitals angestrebt war (und in den Schlusssekunden verspielt wurde), ging es nur noch bergab. Salzburg mit der bis dahin besten Offensive wurde harmlos: Bis zum 7:3 in Linz am 9. 12. schossen die Red Bulls im Schnitt 4,34 Tore, seither nur 2,83. Coach Poss gab zu: "Mit nur zwei Toren kann man normalerweise kein Spiel gewinnen."

Nun wartet das Bruderduell mit München im CHL-Halbfinale. Poss glaubt nicht, dass sich sein Team geistig schon zu sehr mit der internationalen Kür beschäftige und die heimische Pflicht vernachlässige. Doch nach den CHL-Leistungen mit 120 Prozent und denen in der EBEL mit, sagen wir einmal, 75 muss man zu diesem Schluss kommen. Wenn das Abenteuer gegen München vorbei ist, kommt der Alltag wieder. Aber so wie die Red Bulls derzeit spielen, wird sich das Thema CHL in der nächsten Saison ohnedies nicht stellen.

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