Jetzt kann sich das Team nicht mehr hinter dem Coach verstecken

Die Salzburger Eishockeyspieler sind nach dem Trainerwechsel in der Pflicht.

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Standpunkt Michael Smejkal

Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende: Genau unter diesem Motto stand die Trennung zwischen Greg Poss und Red Bull Salzburg, das gemeinhin nicht für schnelle Trainerrauswürfe bekannt ist. Und nein: Es war nicht alles schlecht, was Poss in diesen Jahren in Salzburg gemacht hat, aber es war unter dem Strich halt auch nicht von Erfolgen gekrönt - die Bilanz seiner drei Jahre hier ist genauso durchwachsen wie die letzten Wochen vor seinem Abgang. Auf grandiose Auftritte in der Champions Hockey League folgten Totalausfälle in der Liga. Natürlich muss man da auch die Spieler ("Alles meine Wunschspieler", wie Poss noch im Juli des Vorjahres verkündet hat) in die Pflicht nehmen - aber
die hatten zuletzt nur noch eine Ausrede parat, und die hieß Poss.

Mit dieser Personalrochade nimmt nun die sportliche Leitung sehr wohl auch die Mannschaft in die Pflicht: Die kann sich nun nicht mehr hinter dem Coach verstecken, die muss nun auch in der Liga liefern. Jetzt sind Moral und Charakter gefragt - dann ist sogar der Titel in Reichweite. Denn dass man das Potenzial dazu hat, das hat man in der Champions League eindrucksvoll gezeigt.

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