Eishockey

Wien und Salzburg mit EBEL-Kantersiegen - Graz bleibt dran

Die Vienna Capitals haben mit dem erwarteten Schützenfest gegen Medvescak Zagreb als erstes Team die Teilnahme am Play-off in der Erste Bank Eishockey Liga fixiert. Wie den "Caps" (13:0) gelang auch Salzburg beim Heim-6:1 gegen die Black Wings Linz ein Torfestival, das die auf Trainersuche befindlichen Linzer aus den Top Sechs rutschen ließ.

Erster Wien-Verfolger mit drei Punkten Rückstand sind die Graz 99ers nach einem 3:1 in Innsbruck. Der KAC gab beim 7:6 nach Verlängerung gegen Dornbirn etwas unnötig einen Punkt ab und liegt nun einen Zähler hinter den Steirern. Lokalrivale VSV musste beim nun Sechsten Fehervar eine 1:3-Niederlage einstecken. Der auf Platz fünf liegende Titelverteidiger Bozen schaffte nach 0:2-Rückstand in Znojmo noch den Befreiungsschlag (3:2).

Der Tabellenführer aus Wien lag bei den nicht mehr konkurrenzfähigen "Bären" nach acht Minuten mit 3:0 in Front - damit war die Messe gelesen. Beim höchsten Sieg der Liga-Geschichte stachen punktemäßig Kelsey Tessier (drei Tore) und Riley Holzapfel (ein Tor, vier Assists) noch einmal heraus. Die "Caps" brockten dem Prügelknaben eine neue Rekordniederlage ein. Gegen den KAC hatten die Kroaten mit 0:12 verloren, zuletzt gab es ein 2:10 gegen Dornbirn.

Während für die "Caps" die Play-off-Teilnahme damit fix ist, stehen die Graz 99ers unmittelbar davor, den Grunddurchgang zum ersten Mal seit 2013 wieder in den Top Sechs abzuschließen. Jeweils ein Tor in jedem Drittel reichte zum 3:1-Auswärtssieg in Innsbruck. Bei den zehntplatzierten Tirolern riss damit die fünf Spiele andauernde Serie an Heimsiegen.

Bei ihrem ungefährdeten 6:1-Heimsieg deckten die Salzburger "Bullen" die Linzer Defensivlücken schonungslos auf. Nach Raphael Herburgers Führungstreffer sorgten Christopher Van de Velde und Thomas Raffl mit einem Doppelschlag zum 3:0 innerhalb von 19 Sekunden nach dem Startdrittel für bereits klare Verhältnisse.

Linz-Interimstrainer Mark Szücs ersetzte Goalie Mike Ouzas durch David Kickert, der sich bis zum abgefälschten Premierentreffer von Daniel Jakubitzka (38.) zum 4:0 einige Male auszeichnen konnte. Die Abfuhr vermochte aber auch Kickert nicht zu vermeiden. Die Linzer sind laut Manager Christian Perthaler weiter "aktiv auf der Suche" nach einem neuen Trainer, der die "Spielerköpfe freimachen" und die Einfachheit zurück ins Spiel bringen soll.

Der KAC und Dornbirn lieferten sich beim 7:6 nach Verlängerung einen torreichen Schlagabtausch, in dem Adam Comrie zum späten Matchwinner avancierte. Denn der nordamerikanische Verteidiger schoss sein Team erst fünf Sekunden vor dem Ende in die "Overtime" und dann zum Sieg. Dornbirn-Legionär Brendan O'Donnell hatte die Vorarlberger mit seinem siebenten Treffer in den vergangenen zwei Spielen in der Schlussminute - erstmals im Spiel - in Führung gebracht. Bis auf die späte Wende lagen nur die Kärntner in Front, zweimal sogar mit Plus zwei Toren.

Quelle: APA

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