Formel 1

F1-Übernahme durch Liberty Media nach FIA-Zustimmung durch

Das Milliarden-Geschäft zur Übernahme der Formel 1 ist seit Mittwochabend abgeschlossen. Nach der Zustimmung der Aktionäre des US-Unternehmens Liberty Media zum Kauf der Mehrheitsanteile an der Rennserie gab auch der Internationale Automobilverband (FIA) durch seinen Motorsport-Weltrat einstimmig das erwartete Okay für den Vollzug des Mega-Deals.

Das Okay für den Vollzug des Mega-Deals wurde erteilt.  SN/APA (AFP)/NELSON ALMEIDA
Das Okay für den Vollzug des Mega-Deals wurde erteilt.

"Liberty, die Formula One Group und die FIA beabsichtigen, zusammenzuarbeiten, um eine konstruktive Beziehung zu schaffen, die den anhaltenden Erfolg und die Entwicklung der Formel-1-Weltmeisterschaft langfristig garantieren wird", hieß es in der FIA-Aussendung.

Zuvor hatten bereits die Anteilseigner von Liberty am Dienstag in Englewood/Colorado den Plänen zum Kauf der Formel 1 bei einer außerordentlichen Versammlung ihren Segen erteilt. Die Aktionäre unterstützten auch die Umbenennung des Unternehmens in "Formula One Group".

Insgesamt 4,4 Milliarden Dollar (4,12 Mrd. Euro) soll Liberty Media für die Mehrheit an der Königsklasse des Motorsports zahlen. Zudem sollten Schulden in ähnlicher Höhe übernommen werden, womit die Übernahme in Summe mehr als acht Milliarden Euro kosten würde. Das Unternehmen hat bereits einen 19,1-Prozent-Anteil an der Formel 1 in seinem Besitz und gab im Dezember bekannt, dass weitere 1,55 Milliarden Dollar (1,45 Mrd. Euro) für die Übernahme von Investoren lukriert worden seien.

Zuvor war das Finanzunternehmen CVC Hauptgesellschafter der Formel 1 und soll seit 2005 rund vier Milliarden Euro mit der Rennserie verdient haben. Die Formel 1 hat sich in den vergangenen Jahrzehnten unter der Führung von Bernie Ecclestone zu einem Milliarden-Geschäft entwickelt. Der Brite vereinte die Teams und organisierte die gemeinsame Vermarktung, mit der die Formel 1 inzwischen nahezu zwei Milliarden Dollar (1,87 Mio. Euro) jährlich erlöst.

Liberty Media will die Rennserie mit neuen Konzepten nun noch attraktiver und profitabler machen. Den Posten als Vorstandschef übernahm der frühere Medien-Manager Chase Carey. Über konkrete Pläne zur Umgestaltung der Formel 1 hat der US-Amerikaner bisher nichts verlauten lassen. Es wird erwartet, dass er durch die TV-Rechte, eine bessere Digital-Strategie, verstärkte Bemühungen auf dem US-Markt und Investoren-Modelle die Einnahmen weiter steigern will.

Im Zuge der Übernahme wurde immer wieder über eine Ablösung des 86-jährigen Ecclestone spekuliert. Vorerst bleibt der Engländer jedoch Geschäftsführer.

Quelle: Apa/Dpa/Ag.

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