Formel 1

Formel 1: Sebastian Vettel kündigt Ferrari-Angriff für 2018 an

Mit dem Grand Prix am Sonntag (Start: 14.00 MEZ/live ORF eins, RTL und Sky) in Abu Dhabi verabschiedet sich die Formel 1 in die Winterpause. Weltmeister Lewis Hamilton schmiedet kalorienträchtige Pläne, die Konkurrenz bastelt an anderen Strategien.

Der schnellste Mann von Mexiko: Sebastian Vettel im Ferrari. SN/GEPA pictures
Der schnellste Mann von Mexiko: Sebastian Vettel im Ferrari.

"Bis dahin will ich mein Gewicht halten, damit ich in Topform bin. Danach kann ich endlich Palatschinken essen oder was immer ich will", sagte der englische Mercedes-Star Hamilton.

Ferrari-Star Sebastian Vettel will indes noch einmal ein Zeichen setzen.

Auf dem Yas Marina Circuit geht es für den Deutschen nicht nur um die Sicherung der Vize-Weltmeisterschaft gegen Hamiltons finnischen Teamkollegen Valtteri Bottas, sondern vor allem um ein Erfolgserlebnis für das nächste Titelrennen 2018.

"Wir fühlen alle, dass wir stärker werden. Hoffentlich können wir diese Stärke in die nächsten Jahre mitnehmen. Unser Ziel ist es, Ferrari wirklich zurückzubringen und zu dominieren", formulierte Vettel den Arbeitsauftrag für die kommenden Monate.

Mit seinem jüngsten Sieg in Brasilien bewies der 30-Jährige, dass der fünfte WM-Triumph eigentlich schon dieses Jahr greifbar war, wenn da nicht der kapitale Einbruch bei den Asien-Rennen gewesen wäre.

Schon Platz acht würde ihm nun beim Saisonfinale zur ersten Vize-WM mit Ferrari reichen. "Auch wenn man diese vielleicht verpasste Chance sieht, muss man diese Mannschaft trotzdem loben für die Schritte, die wir gemacht haben", betonte Vettel.

Auch Hamilton verneigte sich in dieser Woche noch einmal vor seiner Crew. In den Formel-1-Fabriken in Brackley und Brixworth feierte das Mercedes-Team schon vor dem 20. und letzten WM-Lauf den vierten Fahrertitel des Briten und den vierten Konstrukteurs-Triumph für die Silberpfeile.

"Dieses Jahr war das bisher schwierigste, und das nächste wird noch schwieriger, aber ich vertraue dem Team zu 100 Prozent", rief Team-Aufsichtsratschef Niki Lauda den Mitarbeitern zu.

Hamilton selbst mag noch gar nicht an den nächsten Anlauf denken. "Der Zweikampf mit Sebastian hat mich angetrieben, man muss die Spannung halten, es ist viel Druck und kostet Energie. Jetzt ist die Saison zu Ende, und ich bin müde", sagte der 32-Jährige dem TV-Sender RTL.

Fast wie zum Beweis leistete sich Hamilton zuletzt in Brasilien mit einem Crash im Qualifying einen ersten Fehler der Saison, ehe er mit einer Topleistung im Rennen noch Rang vier rettete.

Die Hochgefühle der vergangenen Wochen seit dem vierten Titelgewinn in Mexiko möchte der Engländer am liebsten noch lange festhalten. "Ich will nicht, dass die Zeit vergeht", sagte der Silberpfeil-Superstar.

"Dies ist das beste Weltmeisterjahr von allen, weil wir gegen ein anderes Team gekämpft haben und auf dem Weg dazu solche Schwierigkeiten und Herausforderungen meistern mussten - dadurch ist es einfach noch großartiger", erklärte Hamilton.

Im Vorjahr war seine Stimmung in Abu Dhabi noch ganz anders, als er trotz seines Sieges den Titel seinem deutschen Stallrivalen Nico Rosberg überlassen musste.

Wegen Hamiltons taktischer Fahrweise an der Spitze, die Rosberg schwer in Bedrängnis brachte, drohte ihm Mercedes sogar mit Sanktionen. Alles längst vergessen. "Hinter uns liegt ein unglaubliches Jahr, in dem wir gemeinsam eine unglaubliche Reise erlebt haben", schwärmte Hamilton vor dem WM-Finale.

Quelle: Apa/Dpa

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