Formel 1

Mick und die Formel 3: "Ich heiße eben Schumacher"

Drei Jahre nach dem fatalen Skiunfall seines Vaters Michael erklimmt Mick Schumacher mit der Unterzeichnung eines Vertrags für die Formel 3 die nächste Stufe der Karriereleiter.

Mick Schumacher träumt vom WM-Titel in der Formel 1.  SN/GEPA pictures
Mick Schumacher träumt vom WM-Titel in der Formel 1.

Der Name Schumacher bleibt in den Medien präsent. Nicht nur wegen spekulativer Meldungen zum Gesundheitszustand des Formel-1-Rekordweltmeisters Michael Schumacher. Es ist dessen Sohn Mick, der zunehmend die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Kurz vor Weihnachten unterschrieb der 17-Jährige einen Vertrag für das italienische Formel-3-Team Prema Power. Damit rückt für Schumacher jun. auch die Formel 1 in eine erreichbare Distanz.

Es war der 29. Dezember 2013, als die Nachricht um die Welt ging: Schwerer Skiunfall von Michael Schumacher in den französischen Alpen. Der Notruf in Méribel war um 11.07 Uhr ausgelöst worden. Schumacher hatte die Pistenbegrenzung verlassen und war bei seinem Sturz mit dem Kopf auf fel sigem Untergrund aufgeschlagen. Während des Rettungsflugs hatte der Deutsche das Bewusstsein verloren. Nach einer Notoperation war der siebenfache Weltmeister in ein künstliches Koma versetzt worden.

Auf Wunsch der Familie Schumacher dringen keine Details über den Gesundheitszustand und über etwaige Genesungsfortschritte an die Öffentlichkeit. Nach wie vor gilt, was Managerin Sabine Kehm im vergangenen Sommer auf dem Hockenheimring bekräftigt hat: "Der Wunsch der Familie hat absolut Vorrang. Sollte in irgendeinem Medium eine Meldung über das Befinden von Michael auftauchen, dann ist sie erfunden und falsch." Kehm scheut auch nicht davor zurück, gegen die Urheber solcher Meldungen gerichtliche Schritte einleiten zu lassen. Im Juni 2014 hatte Kehm lediglich bestätigt, dass Michael Schumacher aus dem Koma erwacht sei. Wenig später erfolgte die Überstellung in das Anwesen der Schumachers am Genfer See.

Im Internet tauchen immer wieder Gerüchte über das angebliche Ableben von Michael Schumacher auf. Es kommt auch vor, dass mit diesen Meldungen Viren oder Trojaner verbreitet werden, die einen Computer schädigen können. Außerdem gibt es dabei auch Überleitungen zu dubiosen Datingseiten oder Abo-Fallen. Seit Mitte Dezember behandelt die Staatsanwaltschaft der deutschen Stadt Offenburg eine Anzeige, wonach ein Fotograf ein "aktuelles Exklusivbild" des prominenten Patienten in dessen Haus einem Medienhaus um eine Million Euro angeboten haben soll. Unter michael-schumacher.de gibt es aber eine offizielle Homepage für die Fans des Sportidols.

Sabine Kehm managt auch die Karriere von Sohn Mick und schirmt ihn von allen Diskussionen rund um den Vater ab. Kehm: "Er soll vor allem Rennen fahren." Das unterstrich Mick auch nach seiner Vertragsunterzeichnung: "Ich will mich voll und ganz auf meine ei gene Karriere konzentrieren und möchte wie jeder Rennfahrer Formel-1-Weltmeister werden."

Die ersten Gehversuche im Motorsport hatte er noch unter dem Mädchennamen seiner Mutter Corinna als Mick Betsch unternommen. Schon in der Formel 4 trat er unter seinem richtigen Namen an. "Ich heiße nun mal Schumacher und freue mich, mit diesem Namen zu fahren, auch wenn viel Rummel um mich ist. Aber das bewegt sich im Rahmen", sagte Mick der "Bild"-Zeitung. Am 22. März 2017 feiert der Junior seinen 18. Geburtstag - und will danach so schnell wie möglich die Prüfung für den Führerschein erfolgreich ablegen.

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