2. Liga

Auf den Spuren von Thomas Goiginger: Die 14 Salzburger in der 2. Liga

Der Köstendorf Thomas Goiginger schaffte es von der 2. Liga zum Bundesligisten LASK und zuletzt sogar ins österreichische Fußball-Nationalteam. Die Salzburger Nachrichten präsentieren die 14 Salzburger in der 2. Liga.

Manuel Krainz (l.) spielt mit Blau-Weiß Linz bisher eine starke Saison in der 2. Liga.  SN/gepa
Manuel Krainz (l.) spielt mit Blau-Weiß Linz bisher eine starke Saison in der 2. Liga.

Manuel Krainz (Blau-Weiß Linz): Die zweite Saison im Profifußball läuft für Manuel Krainz bisher nach Wunsch. Blau-Weiß Linz steht nach 14 Runden überraschend auf dem zweiten Platz und der Salzburger hat sich bei den Oberösterreichern einen Stammplatz ergattert. Dabei sah es zu Saisonbeginn noch anders aus: In den ersten sechs Spielen kam der 26-Jährige nur zu Kurzeinsätzen, danach hatte der zentrale Mittelfeldspieler seinen Stammplatz aber sicher. Vor zwei Wochen trug sich Krainz beim 2:0-Derbyerfolg gegen Vorwärts Steyr sogar in die Schützenliste ein. Den Traum Bundesliga wird sich Krainz, der nach starken Leistungen in Eugendorf und Anif den Sprung in den Profifußball schaffte, mit den Linzern aber nicht verwirklichen können: Die Oberösterreicher suchen nicht um die Bundesliga-Lizenz an.

Constantin Reiner (r.) hat sich in Ried einen Stammplatz gesichert.  SN/gepa
Constantin Reiner (r.) hat sich in Ried einen Stammplatz gesichert.


Constantin Reiner (SV Ried): Erst im vergangenen Winter wechselte Constantin Reiner von Anif zum Zweitligisten Ried. Das erste halbe Jahr lief nicht nach Wunsch: Reiner kam nur zu zwei Einsätzen in der Profimannschaft und wurde mehrmals in die zweite Mannschaft versetzt. In dieser Saison läuft es für den 21-Jährigen viel besser: Der Innenverteidiger spielte elf Mal über die volle Distanz beim Tabellendritten, nur drei Mal kam Reiner nicht zum Einsatz. Die Oberösterreicher haben derzeit sechs Punkte Rückstand auf Leader Wattens und haben damit noch alle Chancen wieder in die Bundesliga zurückzukehren.


Arne Ammerer kämpfte sich in Ried vom Nachwuchs in die Kampfmannschaft.  SN/gepa
Arne Ammerer kämpfte sich in Ried vom Nachwuchs in die Kampfmannschaft.

Arne Ammerer (SV Ried): Über den Nachwuchs der SV Ried kämpfte sich der gebürtige Bad Gasteiner in die Kampfmannschaft der Innviertler. Der zentrale Mittelfeldspieler kam in der vergangenen Saison schon zu einigen Kurzeinsätzen, in dieser Spielzeit schaffte der 22-Jährige dann den Durchbruch. Zwölf Mal stand Ammerer für die Rieder am Feld und erzielte beim 3:0-Sieg gegen Wiener Neustadt seinen ersten Treffer in Österreichs zweithöchster Spielklasse.


Christoph Kobleder hat bereits 172 Spiele in der zweiten Liga absolviert.  SN/gepa
Christoph Kobleder hat bereits 172 Spiele in der zweiten Liga absolviert.

Christoph Kobleder (Austria Lustenau): Der gebürtige Halleiner verließ Salzburg schon vor knapp zehn Jahren: Damals schaffte Christoph Kobleder, der im Red-Bull-Nachwuchs ausgebildet wurde, über Anif den Sprung zum LASK. Nach Stationen beim FC Lustenau, WAC, Austria Lustenau und Wacker Innsbruck landete der Innenverteidiger im Sommer 2017 erneut bei Austria Lustenau. Insgesamt hat der 28-Jährige schon elf Bundesliga- und 172 Zweitliga-Spiele in den Beinen und dabei 16 Tore erzielt. In dieser Saison absolvierte Kobleder acht von 14 Partien und steht mit den Vorarlbergern derzeit auf Rang vier in der 2. Liga.


Sandro Djuric (l.) erzielte in dieser Saison bereits vier Tore für Austria Lustenau.  SN/gepa
Sandro Djuric (l.) erzielte in dieser Saison bereits vier Tore für Austria Lustenau.

Sandro Djuric (Austria Lustenau): Nach schwierigen Jahren in Grödig und Wr. Neustadt ist Sandro Djuric in Lustenau der Knopf aufgegangen. Der Schwarzacher, der wie sein Teamkollege bei Red Bull Salzburg ausgebildet wurde, erzielte in dieser Saison bereits vier Tore für die Vorarlberger und gehört mit acht Assists zu den Top-Vorlagengebern in der 2. Liga. Kann der 24-Jährige seine Form über die ganze Saison halten, dann ist ihm der Sprung in die Bundesliga durchaus zuzutrauen. Mit Austria Lustenau wird der Aufstieg wohl schwierig: Djuric, Kobleder und Co. haben als Vierter bereits neun Punkte Rückstand auf Tabellenführer Wattens.


Domenik Schierl ist bei Wr. Neustadt die unumstrittene Nummer eins.  SN/gepa
Domenik Schierl ist bei Wr. Neustadt die unumstrittene Nummer eins.

Domenik Schierl (Wr. Neustadt): Bei Red Bull Salzburg blieb dem gebürtigen Pongauer der Durchbruch verwehrt. Deswegen wechselte der talentierte Tormann 2014 nach Wiener Neustadt. Bei den Niederösterreichern ist 24-Jährige seit Jahren die klare Nummer eins im Tor und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Wr. Neustadt in der vergangenen Saison fast in die Bundesliga aufgestiegen wäre. In dieser Saison stand Schierl wegen Verletzungen bisher "nur" zehn Mal zwischen den Pfosten und belegt mit den Niederösterreichern derzeit Platz fünf.


Michael Brandner (r.) hat sich nach einer schweren Knieverletzung wieder zurückgekämpft.  SN/gepa
Michael Brandner (r.) hat sich nach einer schweren Knieverletzung wieder zurückgekämpft.

Michael Brandner (Wr. Neustadt): Das 23-jährige Mittelfeld-Talent hatte einen Horrorstart in Wiener Neustadt. Nur wenige Tage nach seinem Wechsel von Red Bull Salzburg zu den Niederösterreichern riss sich Michael Brandner im Sommer 2017 das Kreuz- und Seitenband im rechten Knie. Der Salzburger kämpfte sich aber zurück und feierte bereits in der Schlussphase der vergangenen Saison sein Comeback. Unter dem Salzburger Neo-Trainer Gerhard Fellner hat sich Brandner in dieser Spielzeit zwar noch nicht zum unumstrittenen Stammspieler entwickelt, kam aber immerhin schon elf Mal zum Einsatz.


Jusuf Gazibegovic ist beim FC Liefering auf der rechten Abwehrseite gesetzt.  SN/gepa
Jusuf Gazibegovic ist beim FC Liefering auf der rechten Abwehrseite gesetzt.

Jusuf Gazibegovic (FC Liefering): Der rechte Verteidiger durchlief alle Akademie-Mannschaften bei Red Bull Salzburg und schaffte in diesem Sommer den Sprung zum FC Liefering. Unter Trainer Gerhard Struber kam der 18-Jährige Bosnier in dieser Saison bereits zwölf Mal zum Einsatz.


Nikola Stosic (r.) schaffte im Sommer den Sprung zum FC Liefering.  SN/gepa
Nikola Stosic (r.) schaffte im Sommer den Sprung zum FC Liefering.

Nikola Stosic (FC Liefering): Der zentrale Mittelfeldspieler schaffte, wie Jusuf Gazibegovic, im Sommer endgültig den Sprung zum FC Liefering. In seinen zehn Einsätzen kommt der 18-Jährige auf 533 Minuten und steuerte in der ersten Runde beim 2:1-Sieg in Horn einen Treffer bei.


Philipp Sturm wartet noch auf den Durchbruch beim FC Liefering.  SN/gepa
Philipp Sturm wartet noch auf den Durchbruch beim FC Liefering.

Philipp Sturm (FC Liefering): Der 19-Jährige Walser gewann mit den Bullen die Youth League und ist seit Sommer 2017 fixer Bestandteil des FC Liefering. Den Durchbruch hat der Stürmer aber noch nicht geschafft: In dieser Saison erzielte er bei seinen neun Einsätzen (491 Minuten) zwei Treffer.


Hidajet Hankic lief in dieser Saison vier Mal für die Wacker Innsbruck Amateure auf.  SN/gepa
Hidajet Hankic lief in dieser Saison vier Mal für die Wacker Innsbruck Amateure auf.

Hidajet Hankic (Wacker Innsbruck II): Im Sommer wechselte der Schwarzacher vom Zweitligisten Blau-Weiß Linz zum Bundesliga-Aufsteiger Wacker Innsbruck. Beim Bundesliga-Team ist der 24-jährige Torhüter aber nur die Nummer zwei hinter Christopher Knett. Um Spielpraxis zu sammeln absolvierte Hankic in dieser Saison vier Spiele bei den Innsbruck Amateuren. In der Bundesliga kam Hankic zwei Mal zum Einsatz und verließ das Spielfeld gegen Red Bull Salzburg (1:1) und Austria Wien (0:0) zwei Mal ungeschlagen.


Matteo Meisl wechselte im Sommer zu den Austria Wien Amateuren.  SN/gepa
Matteo Meisl wechselte im Sommer zu den Austria Wien Amateuren.

Matteo Meisl (Austria Wien Amateure): Der jüngere Bruder von Luca Meisl (St. Pölten) wechselte im Sommer von der U18-Akademie von Red Bull Salzburg zu den Austria Wien Amateuren. Der 17-jährige Innenverteidiger kam bei seinen vier Einsätzen auf 287 Minuten. Beim überraschenden 2:1-Sieg gegen den Titelkandidaten Ried spielte Meisl über die volle Distanz, in den vergangenen sechs Partien kam das Nachwuchstalent nicht mehr zum Einsatz.


Patrick Greil spielt in Klagenfurt bisher eine starke Herbstsaison.  SN/gepa
Patrick Greil spielt in Klagenfurt bisher eine starke Herbstsaison.

Patrick Greil (Austria Klagenfurt): Nach zwei Westliga-Titeln mit Anif schaffte Patrick Greil im Sommer den Sprung in den Profibereich. Der 22-jährige Mittelfeldspieler stellte sein Talent bei Austria Klagenfurt von Beginn an unter Beweis und erzielte bei seinen 14 Einsätzen zwei Tore. Die Kärntner liegen derzeit zwar nur auf dem vorletzten Platz, Greil ist aber sicherlich ein Lichtblick bei den Klagenfurtern.


Benedikt Pichler verletzte sich nach einem starken Saisonstart.  SN/gepa
Benedikt Pichler verletzte sich nach einem starken Saisonstart.

Benedikt Pichler (Austria Klagenfurt): Der 21-jährige Offensivspieler wechselte im Sommer von Grödig zum Zweitliga-Aufsteiger. Benedikt Pichler konnte von Beginn an überzeugen und sicherte sich einen Stammplatz. Nach sieben Einsätzen und zwei Treffern kam Ende September der Schock. Pichler brach sich den Mittelfußknochen und fällt für den Rest der Herbstsaison aus.

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