Fußball

Alessandro Schöpf: "Die EURO habe ich abgehakt"

ÖFB-Teamspieler Alessandro Schöpf gastiert mit Schalke 04 im Pinzgau. BeimKultclub aus dem Ruhrpott rechnet er auch nach dem Rekordtransfer von Leroy Sané zu Manchester City mit harter mannschaftsinterner Konkurrenz.

Der ganze Oberpinzgau erstrahlt in Blau-Weiß: Das Trainingslager von Fußball-Bundesligist Schalke 04 zieht auch Scharen von Fans an. Inmitten des Trubels bleibt einer ganz cool. ÖFB-Teamspieler Alessandro Schöpf (22) genießt den "Heimvorteil".
SN: Das EURO-Aus ist jetzt sechs Wochen her. Wie sehen Sie das Frankreich-Abenteuer im Rückblick?
Schöpf: Persönlich konnte ich einiges an Erfahrung sammeln. Es war schon etwas Besonderes, einmal bei einem so großen Turnier dabei zu sein. Gegen einen Cristiano Ronaldo spielt man ja nicht alle Tage. Für uns als Nationalteam war es nicht zufriedenstellend, weil wir zu früh ausgeschieden sind. Jetzt gilt es für die WM-Qualifikation Gas zu geben und an die Leistungen anzuknüpfen, die wir schon gezeigt haben.

SN: War es schwer, danach das Turnier im TV verfolgen zu müssen? Nein, ich habe schon das eine oder andere Spiel angeschaut. Das Achtelfinale natürlich mit einem weinenden Auge, weil wir selbst die Chance gehabt hätten, Island zu schlagen. Aber das ist abgehakt.
SN: Gibt es schon wieder Kontakt zu den ÖFB-Teamkollegen?
Natürlich, in unserer WhatsApp-Gruppe schreiben wir uns regelmäßig. Unser Blick geht schon zum ersten WM-Qualifikationsspiel Anfang September in Georgien.

SN: Haben Sie sich im Quartier "eingesperrt" gefühlt, wie das teilweise kolportiert wurde?
Ich persönlich war zufrieden. Wir sind Fußballprofis, und für so ein Turnier muss man eben alles andere unterordnen, auch das Bedürfnis nach Freizeit.
SN: Bringen Sie die EURO-Erfahrungen jetzt auch im Club weiter?
Das wird man sehen. Wichtig ist, immer das Ego hintanzustellen. Wir müssen als Mannschaft gut funktionieren und eine kompakte Einheit werden.
SN: Mit Leroy Sané hat ein interner Konkurrent Schalke verlassen, möglicherweise kommen schon bald Neuzugänge . . . Konkurrenz ist immer wichtig. Für mich persönlich spielt das keine Rolle. Man muss ohnedies immer Leistung bringen. Spielen können letztlich nur elf, und ich möchte einer davon sein.

SN: Was sind Ihre Ziele für die Saison, und was erwarten Sie vom Aufsteiger RB Leipzig?
Unser Anspruch ist natürlich, wieder um die Champions-League-Plätze mitzuspielen. Man wird sehen, wo sich Leipzig einreiht. Das Projekt weckt in Deutschland natürlich Emotionen, gerade bei einem Traditionsclub wie Schalke.
Testspiele von Schalke: Donnerstag, 4. August (18.30, Mittersill) gegen Bologna, Sonntag, 7. August (17, Zell am See) gegen AC Florenz.

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