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Austria geht mit "Vorteil" in Europa-League-Duell mit Trnava

Die zweite von drei Hürden auf dem Weg der Wiener Austria in die Gruppenphase der Europa League heißt Spartak Trnava. Im Drittrunden-Hinspiel der Qualifikation genießen die Violetten gegen die Westslowaken zunächst Heimrecht. Am Donnerstag (19.00 Uhr/live ORF eins) soll im Ernst-Happel-Stadion vor allem die "Null" aufseiten der Favoritner wieder stehen.

Austria geht mit "Vorteil" in Europa-League-Duell mit Trnava SN/APA/HERBERT NEUBAUER

Bereits gegen den albanischen Cupsieger Kukesi legte die Austria die Weichen mit einem 1:0-Heimsieg auf Aufstieg. Dass gegen den Vierten der abgelaufenen slowakischen Meisterschaft eine konzentrierte Leistung gefordert sein wird, war den Beteiligten aber klar. Dennoch setzt die Austria auf die eigenen Stärken.

"Wir treffen auf eine Mannschaft, die zweikampf- und laufstark ist. Die auch vom Zusammenhalt lebt", erklärte Trainer Thorsten Fink im Rahmen eines Pressetermins am Mittwoch. "Trotzdem sehe ich uns im Vorteil. Wir wollen zu Null gewinnen, auswärts sind wir mit unseren schnellen Spitzen immer gefährlich." Das Rückspiel findet kommenden Donnerstag (18.00 Uhr) in der westslowakischen Kleinstadt statt.

Die Kontrahenten gestalteten die Generalproben für das erste Aufeinandertreffen erfolgreich. Trnava siegte am Wochenende 2:1 gegen Dunajska Streda, wobei Trainer Miroslav Karhan Stammkräfte schonte. Seine Mannschaft ist nach zwei Runden in der Fortuna-Liga bei Sieg und Remis ungeschlagen. Die Austria jubelte beim Ligaauftakt in St. Pölten indes spät über den 2:1-Siegestreffer praktisch in letzter Sekunde.

Fink sah seine Elf deshalb mit Selbstvertrauen ausgestattet. "Dass die Mannschaft an sich glaubt, könnte richtungsweisend sein für die Saison", meinte der Deutsche, der Trnava zuletzt beobachten ließ. Am Personal der Wiener wird sich im Vergleich zu den jüngsten Erfolgen kaum etwas ändern. Jens Stryger Larsen wird rechts außen wieder David de Paula ersetzen.

Im Angriff soll es das schnelle Trio richten. Dass Lucas Venuto, Larry Kayode und Felipe Pires bei Gegenstößen aufgrund ihrer Geschwindigkeit mit dem Ball eine Macht sind, weiß wohl auch der Gegner. Kayode traf vergangene Woche in Albanien und St. Pölten in Summe dreimal, obwohl der Nigerianer einen Teil der Vorbereitung wegen einer Virus-Erkrankung versäumte.

"Wir spielen guten Fußball. Wenn wir an die zuletzt gezeigten Leistungen anschließen, dann hoffe ich, gehen wir auch nach den ersten 90 Minuten gegen Spartak als Sieger vom Platz", sagte Kayode. Sein Coach sah ihn noch nicht bei hundert Prozent und damit noch mit Potenzial nach oben. "Von Larry kann man noch mehr erwarten. Er kommt mit den Brasilianern gut aus", meinte Fink.

Trotz allem Optimismus mahnte der Ex-Bayern-Profi aber, Trnava nicht zu unterschätzen. Der Kameruner Robert Tambe ist praktisch der Kayode des Gegners, ein schneller Angreifer der in der Europa-League-Qualifikation schon dreimal traf. Bauen kann Trnava auf die Gäste-Fans, bis zu 4.000 werden im Happel-Stadion erwartet. Auch sie hoffen auf ein Resultat nach Maß, um in einer Woche alles klar zu machen. Fink hoffte natürlich auf eine gute Ausgangslage, ein hitziges Rückspiel bereite ihm aber keine Sorgen: "Da kommt Europacup-Stimmung auf. Das muss Spaß machen."

Die Austria traf bis dato zweimal im Europacup auf Gegner aus der Slowakei. Im Cupsieger-Bewerb 1977/78 gelang gegen Lok Kosice (damals CSSR; 0:0/h, 1:1/a) ebenso knapp der Aufstieg wie 2005/06 in der UEFA-Cup-Qualifikation gegen Zilina (2:1/a, 2:2/h).

Quelle: APA

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