Fußball

Austria-Salzburg-Legende Heinz Libuda tot

Eine Salzburger Fußball-Legende ist tot: Heinz Libuda starb am Donnerstag im Alter von 72 Jahren. Er prägte die 1970er-Jahre bei Austria Salzburg wesentlich mit.

Heinz Libuda (links) bildete mit Peter Grosser ein herausragendes Mittelfeldduo bei Austria Salzburg.  SN/krugfoto
Heinz Libuda (links) bildete mit Peter Grosser ein herausragendes Mittelfeldduo bei Austria Salzburg.

Wie der einstige Austria-Klubsekretär Rudi Mirtl mitteilte, hat Libuda in dieser Woche einen Schlaganfall erlitten und verstarb drei Tage später, am Donnerstag, im Krankenhaus, ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben. Er lebte seit dem Ende seiner aktiven Karriere in Unna, wo er einst auch mit dem Fußballspielen begonnen hatte.

Der gelernte Schlosser und Mittelfeldspieler war in den späten 1960er-Jahren beim Hamburger SV ein Mannschaftskollege von Uwe Seeler. 1969 gewannen die Hanseaten den Europapokal der Pokalsieger, Libuda kam dabei in einem Halbfinalspiel gegen Cardiff City zum Einsatz.

1970 wechselte der in Dortmund geborene Libuda zu Austria Salzburg und bildete hier fortan ein geniales Gespann mit Peter Grosser. Gleich in der ersten Saison schrammten die Violetten, die damals wegen des Lehener Stadionbaus in Itzling spielten, nur knapp am ersten Meistertitel vorbei und wurden hinter Wacker Innsbruck Vizemeister. Eine Sternstunde dieser Saison war das 6:0 über Austria Wien auf schneebedecktem Boden. Die "Salzburger Nachrichten" schrieben über diese Gala: "Neben dem vierfachen Torschützen Karl Kodat, der seinen einstigen Verein förmlich killte, muß an allererster Stelle Heinz Libuda genannt werden. Der frühere HSV-Spieler vertrat in der Rolle des Regisseurs nicht nur den verletzten Grosser hundertprozentig, sondern drückte diesmal dem Spiel der Salzburger seinen Stempel auf. Seine technischen Einlagen gaben all seinen Mitspielern dermaßen Selbstvertrauen, daß selbst die nicht so großen Techniker wie Mairhuber, Klopf, Macek und Filzmoser einen erfolgreichen Griff in die Trickkiste wagten und ebenbürtige Partner beim "Triangelspiel" abgaben."

Von 1970 bis 1976 sowie von 1977 bis 1979 trug Libuda das violette Trikot. Für eine Saison war er dazwischen zu VÖEST Linz gewechselt. Der herausragende Techniker hob den Fußball in Salzburg auf ein bis dahin nicht gekanntes Niveau und machte sich außerdem einen Namen als Freistoßkünstler.

Quelle: SN

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