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Austria stimmte sich dank Venuto-Gala perfekt auf Trnava ein

Lucas Venuto lächelte bescheiden. Auf dem Spielfeld als "Elferdieb" erfolgreich, präsentierte sich Austrias Matchwinner nach getaner Arbeit wieder in gewohnter Rolle. "War mein Deutsch ok?", fragte der Brasilianer nach absolvierter Fragerunde die Journalisten. Fast im Alleingang hatte der 21-Jährige zuvor für die Wende beim 3:1 gegen Mattersburg gesorgt.

Austria stimmte sich dank Venuto-Gala perfekt auf Trnava ein SN/apa
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Der Austria bescherte der zweite Sieg im zweiten Ligaauftritt der noch jungen Saison nicht nur den Sprung auf die vorerst wenig aussagekräftige Tabellenspitze. Der mit dem großteils zweiten Anzug der Wiener eingefahrene Erfolg war die perfekte Vorbereitung auf das wichtige Europa-League-Rückspiel in Trnava. In der Slowakei muss die Austria am Donnerstag das 0:1 aus dem Hinspiel wett machen.

"Das war enorm wichtig vor den schweren Spielen, die auf uns warten", sagte Trainer Thorsten Fink. Drei Tage nach Trnava wartet erneut im Happel-Stadion das große Wiener Derby gegen Rapid. Den Stadtrivalen hängten die Violetten vorerst um drei Punkte ab. Den in der zweiten Spielhälfte eingefahrenen Dreier gegen Mattersburg bezeichnete Fink als Sieg der ganzen Mannschaft: "Wir hatten Glück und Können."

Können zeigte in einer nach dem Seitenwechsel durchgehend regnerischen Partie Venuto. Der zunächst geschonte Flügelspieler kam nach einer Stunde ins Spiel, keine zehn Minuten später hatte die Austria die Wende geschafft. Venuto holte zunächst einen Elfer heraus, den er persönlich in die Maschen setzte. Entgegen der "goldenen Regel", wonach der Gefoulte nicht antreten sollte, hatte er zuvor Raphael Holzhauser den Ball abgeluchst.

"Ich habe gesagt, lass mich schießen. Ich bin Stürmer, ich muss Tore machen", berichtete Venuto über die Situation. Vor dem 2:1 durch Ismael Tajouri hebelte er Mattersburgs Abwehr mit einem Solo über links ("Eins gegen eins ist meine Stärke") erneut aus. In der Nachspielzeit krönte der im Winter von Grödig geholte Südamerikaner dann seine Leistung mit der Entscheidung ins leere Tor.

Stark präsentierte sich neben dem 1,64 Meter großen Venuto aber auch Austrias zweiter Wirbelwind an der rechten Flanke. Tajouri (1,70 m) nutzte die Chance von Beginn, wie beim 2:1 in St. Pölten zum Auftakt traf das Austria-Eigengewächs entscheidend. "Wenn mich der Trainer aufstellt, versuche ich meine Leistung zu bringen. Ich freue mich, wenn es so weitergeht", sagte der Austro-Libyer.

Zwei Saisonen war Tajouri zuletzt an Altach verliehen gewesen, im Vorjahr absolvierte er noch die gesamte Vorbereitung in Wien. Die Austria beobachtete seine Entwicklung in Vorarlberg laut Fink jedoch genau. Nun kehrte der in Bern geborene Offensivspieler nach den Abgängen von Alexander Gorgon und Marco Meilinger zur Austria zurück. "Er weiß, worauf es bei uns ankommt, passt top in das System", sagte Fink.

Durfte sich der vom Regen völlig durchnässte Deutsche über den Sieg freuen, musste Ivica Vastic erneut dem Gegner gratulieren. Nach Patrick Bürgers Treffer zur Führung (28.) hätte Mattersburg vor der Pause fast noch nachgelegt. Im Finish ließ der eingewechselte Markus Pink Möglichkeiten auf den Ausgleich aus. Vastic ist mit seiner Elf damit saisonübergreifend bereits elf Ligaspiele sieglos.

Nach dem 1:2 sei es schwer gewesen, zurückzukommen, betonte der Ex-Internationale. "Ich denke, der unbedingte Wille und Glaube haben gefehlt, um Punkte mitzunehmen", ließ Vastic aufhorchen. Letztendlich sei man auch beim unglücklichen 0:1 gegen die Admira zum Auftakt an der Chancenverwertung gescheitert. Den Stempel Abstiegskandidat wollen sich die Mattersburger aber nicht aufdrücken lassen.

"Es war erst die zweite Runde, die Meisterschaft dauert noch lange", meinte Vastic. Das Glück erzwingen, lautete sein oft zitiertes Motto. "Wir brauchen ein positives Ergebnis, daran müssen wir arbeiten. Es bleibt uns auch nichts anderes übrig", betonte der 46-Jährige, der dies auch als Pflicht einordnete: "Wir sind Profis, wir müssen Punkte liefern."

Quelle: APA

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