Fußball

Austria will am Sonntag Altachs weiße Weste beflecken

Für Austria-Wien-Trainer Thorsten Fink ist der SCR Altach vor dem Sonntagsspiel (19.00 Uhr) in der Fußball-Bundesliga in der Favoritenrolle. Für den Deutschen ist seine Mannschaft nach dem Europacup-Sieg gegen Rosenborg Trondheim aber mit genug Selbstvertrauen ausgestattet, um die weiße Weste des Tabellenführers vor eigenem Publikum zu beflecken.

Austria will am Sonntag Altachs weiße Weste beflecken SN/APA/HERBERT PFARRHOFER
Die Austria als Favorit? Gegner Altach ist noch ohne Punkteverlust.

Mit Altach gastiert in der fünften Runde das Team der Stunde im Wiener Ernst-Happel-Stadion. Die Ländle-Kicker stehen mit vier Siegen an der Tabellenspitze, saisonübergreifend ist die Truppe sieben Spiele unbesiegt. Das Gefühl einer Niederlage hat die Mannschaft von Trainer Damir Canadi seit dem 30. April nicht mehr erleben müssen. Damals unterlag Altach in der Südstadt gegen Admira Wacker mit 1:2. Kein Wunder also, dass die Vorarlberger derzeit leicht lachen haben. "Wir genießen den Augenblick", sagte Canadi ohne Umschweife.

Sein Pendant Fink hievte Altach denn auch in die Favoritenrolle. "Es kommt der Tabellenführer. Sie haben nur zwei Tore bekommen, vier Spiele gewonnen - und wir haben die englische Woche", erklärte der Trainer der Violetten, die in der Liga zuletzt zwei klare Niederlagen einstecken mussten. Nichtsdestotrotz sei seine Mannschaft stark genug, Altach ein Bein zu stellen.

Hinsichtlich des Play-off-Rückspiels am kommenden Donnerstag kündigte der Deutsche zahlreiche Umstellungen in der Mannschaft an, um einigen Stammkräften eine Ruhepause zu verschaffen. "Ich muss ja vorausdenken", betonte Fink. Aufgrund der Wechsel sollte man nicht unbedingt ein fußballerisches Schmankerl erwarten. "Aber wenn wir das Spiel dreckig gewinnen, ist mir das auch recht", stellte er klar. "Letztendlich zählt nur der Sieg."

Die Austria hatte in der jüngeren Vergangenheit gegen Altach große Probleme. Zuletzt kassierten die Violetten zwei Niederlagen in Folge. Insgesamt ist die Bilanz aber klar positiv, entschied die Austria doch elf der bisher 20 Partien für sich. Zu Hause mussten die "Veilchen" von zehn Spielen gegen Altach nur eines verloren geben, und zwar am 12. Dezember 2015 (0:2). "Ich sehe etwas, wo wir mit unserer Mannschaft ansetzen können", sagte Fink über den Gegner, ohne Details zu verraten.

Für Altach steht am Wochenende die erst zweite Auswärtspartie in der Saison an. Drei der bisherigen vier Spiele bestritt man vor eigenem Publikum. "Wir brauchen am Sonntag eine sehr gute Mannschaftsleistung, um gegen die Wiener Austria bestehen zu können. Die Mannschaft ist sehr fokussiert und wird versuchen, in diesem Spiel einmal mehr das Maximum herauszuholen", erklärte Canadi. "Wir fahren nach Wien, um auch dort was mitzunehmen", hielt er fest.

"Es läuft im Moment sehr gut, und die Mannschaft wird mit den nächsten Aufgaben wachsen", meinte Torhüter Andreas Lukse, hinter dessen Einsatz wegen einer Handverletzung am Freitag noch ein Fragezeichen stand. Er ging jedoch selbst davon aus, die Reise nach Wien am Samstag mitzumachen. Auch sein möglicher Ersatz Martin Kobras konnte aufgrund eines lädierten Handgelenks nur eingeschränkt trainieren. Zudem hat Philipp Netzer Probleme mit seiner Schulter, Patrick Salomon kämpft mit einer Magenverstimmung.

Quelle: APA

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