Fußball

Baumgartlinger zeigte Tendenz zum Verbleib in Leverkusen

In den zahlreichen Wechselspekulationen kurz vor dem Ende der Fußball-Transferzeit am Donnerstag um Mitternacht taucht auch der Name Julian Baumgartlinger immer wieder auf. Aufgrund seiner Reservistenrolle bei Bayer Leverkusen gilt der Nationalteam-Kapitän als Wechselkandidat.

Der Kapitän hat den Fokus derzeit ganz auf Wales-Spiel.  SN/APA/ROBERT JAEGER
Der Kapitän hat den Fokus derzeit ganz auf Wales-Spiel.

In diesem Zusammenhang zeigte sich der Mittelfeldspieler am Mittwoch im ÖFB-Camp in Wien allerdings zurückhaltend und ließ lediglich eine Präferenz für einen Verbleib erkennen. "Man kann davon ausgehen, dass ich bleibe", sagte Baumgartlinger. Er habe zuletzt unter anderem von Trainer Heiko Herrlich positives Feedback bekommen. "Ich habe noch drei Jahre Vertrag, und für mich zählt ein Vertrag noch etwas."

Ganz auszuschließen sei ein Abgang jedoch nicht, auch wenn es nach Kevin Kampls bevorstehendem Transfer zu Leipzig einen Konkurrenten weniger im Mittelfeld geben wird. "Ich glaube nicht, dass etwas passieren wird, aber genau weiß ich es nicht", sagte Baumgartlinger.

Viel lieber als mit Wechselspekulationen beschäftigt sich der Salzburger mit dem WM-Qualifikationsmatch am Samstag in Wales. "Auf diesem Spiel liegt der ganze Fokus, da habe ich eine wichtige Rolle auch außerhalb des Platzes zu erfüllen."

Die Probleme in Leverkusen sollen zumindest vorerst beiseitegeschoben werden, obwohl das nicht immer einfach ist. "Natürlich macht das keinen Spaß, aber es ist Teil des Jobs und ich nehme das an", betonte Baumgartlinger.

Der 29-Jährige wartet in dieser Saison noch auf seinen ersten Pflichtspiel-Einsatz. "Doch es ist förderlich, dass die Vorbereitung noch nicht lange her ist. Da habe ich einige Spiele gemacht, ich fühle mich fit. So aus dem Rhythmus fühle ich mich nicht", meinte Baumgartlinger. Die Situation müsse auf mentaler Ebene gelöst werden. "Über den Kopf kann man viel ausgleichen."

Der Weg zu drei Punkten in Wales dürfte nicht nur über die psychologische Schiene führen - auch die Wahl des richtigen Systems wird wohl eine wichtige Rolle spielen. Dabei stehen in der Abwehr eine Dreier- und Viererkette zur Wahl. "Eine Dreierkette macht defensiv alles stabiler, aber man kommt schwieriger nach vorne", sagte Baumgartlinger.

Viel sei jedoch von der Taktik der Waliser abhängig. "Das wird entscheidend sein. Wir können uns auf jeden Fall kurzfristig reorganisieren", versprach der 54-fache ÖFB-Internationale (1 Tor).

Von einem Muss-Sieg in Cardiff wollte Baumgartlinger nicht sprechen. "Es ist ein sehr wichtiges Spiel, aber es wird dennoch auch danach zu 99 Prozent die Möglichkeit bestehen, dass wir noch Zweiter werden."

Quelle: APA

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