Fußball

Bayern rettet 1:1 bei Hertha dank Last-Minute-Tor

Tabellenführer Bayern München hat in der 21. Runde der deutschen Fußball-Bundesliga in letzter Sekunde die zweite Saisonniederlage abgewendet. Stürmerstar Robert Lewandowski traf am Samstag im Duell mit Hertha BSC erst in der 96. Minute zum 1:1-Endstand. Damit sind die Münchner nun zehn Ligaspiele unbesiegt, sie bauten ihren Vorsprung auf Verfolger RB Leipzig vorerst auf acht Punkte aus.

Der Red-Bull-Club ist erst am Sonntag in Mönchengladbach zu Gast. Neuer Dritter ist Borussia Dortmund nach einem klaren 3:0-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg. 13 Zähler fehlen dem BVB auf die Spitzenposition. Genauso wie 1899 Hoffenheim nach einem 2:0-Pflichtsieg zu Hause gegen Schlusslicht Darmstadt. Eintracht Frankfurt rutschte mit einer 0:2-Heimpleite gegen Ingolstadt auf Platz fünf ab. Die heimstarke Hertha ist einen Zähler dahinter Sechster. Ein Lebenszeichen gab Werder Bremen ab. Das 2:0 in Mainz war der erste Sieg des Abstiegskandidaten im Jahr 2017.

Die Münchner taten sich drei Tage nach dem 5:1-Kantersieg gegen Arsenal in der Champions League in der Liga in Berlin sehr schwer. Die Berliner durften dank Vedad Ibisevic' erstem Meisterschaftstor seit November (21.) lange Zeit mit einer Überraschung spekulieren. In der letzten Aktion der Partie staubte "Joker" Lewandowski aber noch ab, nachdem ein Robben-Schuss in höchster Not geblockt worden war (96.). Kurz zuvor hätte der diesmal als Innenverteidiger aufgebotene ÖFB-Star David Alaba beinahe seine starke Leistung mit einem direkten Freistoßtreffer über die Mauer gekrönt. Tormann Rune Jarstein fischte den Ball aber aus der Ecke (89.).

Die Bayern haben nun schon 13 Pflichtspiele hintereinander nicht mehr verloren und dabei gleich elfmal als Sieger den Rasen verlassen. Dortmund schaffte demgegenüber nach den jüngsten Niederlagen in der Liga bei Darmstadt (1:2) und im Champions-League-Achtelfinale bei Benfica Lissabon (0:1) die Rückkehr auf die Siegerstraße. Die Sperre der Südtribüne wirkte sich also nicht negativ aus. Der Sieg wurde durch ein Kopfball-Eigentor von Jeffrey Bruma (20.) eingeleitet, danach sorgten Lukasz Piszczek (48.) und Ousmane Dembele (59.) für klare Verhältnisse. Wolfsburg hat nur noch vier Zähler Vorsprung auf den 17. Ingolstadt.

Über einen Befreiungsschlag durfte sich Bremen freuen. Zlatko Junuzovic und Co. holten mit einem 2:0 bei Mainz (ohne den rekonvaleszenten Karim Onisiwo) die ersten Punkte im Jahr 2017 und beendeten die Negativserien von vier Niederlagen sowie sechs sieglosen Partien en suite. Junuzovic war am Erfolg mitbeteiligt, bereitete den Kopfball-Treffer von Serge Gnabry zum 1:0 (16.) mit einem Eckball vor. Ein direkter Freistoß über die Mauer und ins Kreuzeck von Thomas Delaney (23.) brachte bereits kurze Zeit später die Vorentscheidung.

Werders angezählter Coach Alexander Nouri kann damit wieder etwas durchatmen. Florian Kainz musste einmal mehr zuschauen, er kam bisher über drei Kurzeinsätze in der Liga nicht hinaus. Für den an der Schulter verletzten und nach der Saison zu Hoffenheim wechselnden Florian Grillitsch kam die Partie noch zu früh.

Vom zweiten Fixabstiegsplatz konnten sich die Werderaner aber nicht entscheidend absetzen, da auch der Vorletzte Ingolstadt siegreich blieb und weiter nur einen Zähler dahinter liegt. Der FC überraschte mit einem 2:0-Erfolg bei Frankfurt, den Romain Bregerie (26.) und Pascal Groß (69./Elfmeter) sicherstellten. Außenverteidiger Markus Suttner spielte durch, Lukas Hinterseer wurde erst im Finish eingewechselt.

Die Frankfurter mussten nach einer Roten Karte für David Abraham (34.) lange Zeit in Unterzahl agieren und ließen dabei eine Elfmeter-Chance ungenützt. Makoto Hasebe scheiterte zuerst an Goalie Martin Hansen und im Nachschuss an der Querlatte (56.). In der Schlussphase wurde auch noch Ingolstadts Mathew Leckie (81.) ausgeschlossen.

Am Tabellenende verschlechterte sich die Ausgangsposition für Darmstadt. Nach einer 0:2-Niederlage bei Hoffenheim, der zehnten Auswärtspleite in Folge, fehlen dem Schlusslicht jetzt schon sieben Zähler auf den Relegationsplatz, auf den vor dem Abend-Heimspiel gegen Freiburg der Hamburger SV von ÖFB-Stürmer Michael Gregoritsch abrutschte.

Quelle: APA

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