Fußball

Beckenbauer für Mehrheit der Deutschen kein "Kaiser" mehr

Die jüngsten Berichte um Deutschlands Fußball-Ikone Franz Beckenbauer haben dazu geführt, dass eine Mehrheit der Deutschen will, dass der "Kaiser" abdankt. Dies geht aus einer am Mittwoch vom Wochenmagazin "stern" veröffentlichten Umfrage hervor.

Beckenbauer für Mehrheit der Deutschen kein "Kaiser" mehr SN/APA (AFP)/LLUIS GENE
Die Aura des "Kaisers" ist brüchig geworden.

Nachdem in der Vorwoche bekannt wurde, dass Beckenbauer kein ehrenamtlicher Chef des Organisationskomitees der Fußball-WM 2006 in Deutschland gewesen war, sondern 5,5 Millionen Euro von einem Sponsor erhalten hatte, beauftragte der "stern" das Forsa-Institut, am Donnerstag und Freitag vergangener Woche 1.002 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger zu dieser Causa zu befragen. 55 Prozent sind demnach der Auffassung, dass der 71-Jährige seinen Ehrentitel "Kaiser" nicht mehr verdiene. 35 Prozent finden, dass Beckenbauer diesen Spitznamen zurecht trägt, zehn Prozent haben dazu keine Meinung. Die statistische Fehlertoleranz liegt laut Forsa bei plus/minus drei Prozentpunkten.

Beckenbauer führte das deutsche Nationalteam als Kapitän zum Titel bei der EM 1972 in Belgien sowie bei der Heim-WM 1974. Nach seiner aktiven Karriere, in der er u.a. mit Bayern München dreimal den Europacup der Meister (1974 bis 1976) gewann, startete er dann eine ebenso erfolgreiche Trainerlaufbahn. So wurde Beckenbauer mit seinem Heimatland 1990 in Italien Weltmeister, nachdem das deutsche Team vier Jahre zuvor in Mexiko das Finale gegen Argentinien 2:3 verloren hatte.

Quelle: APA

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