Fußball

Bundesliga erwartet "dynamisches" Frühjahr

Nicht weniger als ein "dynamisches, spannendes" Frühjahr soll die Fußball-Bundesliga ihren Fans ab kommendem Wochenende bieten. Der Startschuss in die 21. Runde fällt in der Südstadt mit der Partie Admira gegen Altach. Die die Tabelle anführenden Vorarlberger könnten laut Hans Rinner heuer die Sensation schaffen. "Wir haben vielleicht ein Leicester City Österreich", sagte der Liga-Präsident.

Hans Rinner glaubt an ein "Leicester City Österreich".  SN/APA (Archiv/Neubauer)/HERBERT NE
Hans Rinner glaubt an ein "Leicester City Österreich".

Stolz betonte Rinner anlässlich der Frühjahrsauftakt-Pressekonferenz in Wien, dass der Winter dem runden Leder heuer keinen Strich durch die Rechnung machen könne. "Erstmals gibt es kein Thema mit den Plätzen. Die Rasenheizungen sind am laufen", sagte der Steirer mit Blick auf die von der Liga seit zwei Jahren forcierte Infrastrukturoffensive. Mittlerweile können alle Spielfelder beheizt werden. "Wir freuen uns über die Investments in die Stadien", meinte Rinner.

Untätig will man in den Liga-Gremien in der Winterpause nicht gewesen sein. So vermeldete man am Dienstag, dass die Partnerschaft mit Bewerbssponsor Tipico bis 2017/18 verlängert wurde. Der ursprüngliche Vertrag mit dem Wettanbieter wäre mit Ende dieser Saison ausgelaufen. Die höchste Spielklasse wird damit weiterhin als "Tipico Bundesliga" fungieren. Auch mit Mobilitätspartner Toyota wurde um zwei Jahre verlängert.

Intensiviert wurde die Zusammenarbeit mit der Nationalen Anti-Doping-Agentur. Die NADA will vor allem im Nachwuchsbereich über die Gefahren des Dopings aufklären. In den Vereinen werden Schulungen angeboten. "Die Bundesliga ist vom medialen Interesse her unser größter Partner", meinte NADA-Geschäftsführer Michael Cepic. Als Botschafter wurden die Schiedsrichter auserkoren. Auf den Trikots der Unparteiischen wird der Slogan "Sport ohne Doping" präsent sein.

Sportlich gesehen erwarten die Liga-Verantwortlichen ein offenes Titelrennen wie schon seit Jahren nicht mehr gesehen. "Vier um die Meisterschaft spielende Clubs liegen eng zusammen, auch unten in der Tabelle ist noch nichts entschieden", erklärte Rinner. Liegen Altach, Titelverteidiger Salzburg, Sturm Graz und die Austria an der Spitze innerhalb einer Spanne von fünf Zählern, hat Mattersburg am Tabellenende vier Punkte Rückstand auf den Neunten St. Pölten.

Medial erregten die beiden Nachzügler dennoch mit Rückholaktionen zweier Ex-Teamspieler viel Aufsehen. Stefan Maierhofer unterschrieb im Burgenland, Ümit Korkmaz in Niederösterreich. "Zwei bekannte, renommierte Spieler haben den Weg zurück nach Österreich gefunden", meinte Rinner.

Hinter den Kulissen wird indes bereits an den nächsten großen Brocken gearbeitet. Die ab der Saison 2018/19 geltende Reform der höchsten beiden Spielklassen genießt ebenso hohe Priorität wie der neue TV-Vertrag. Für diesen laufen die Vorbereitungen laut Vorstand Reinhard Herovits "auf Hochtouren". Springender Punkt ist dabei ebenfalls das neue Format. "Wir müssen schauen, was die Konsumenten wollen. Das wird in den nächsten Monaten evaluiert", sagte Herovits.

Quelle: APA

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