Fußball

Bundesliga-Tabellenführer Altach will ein Verfolger sein

Die Rolle des Gejagten nimmt Bundesliga-Spitzenreiter SCR Altach vor dem Auftakt zur Frühjahrssaison am Wochenende nicht gerne an.

Altach-Sportchef Georg Zellhofer. SN/GEPA pictures
Altach-Sportchef Georg Zellhofer.

Sportdirektor Georg Zellhofer zählt den Tabellenführer zum Feld der vier Verfolger, ein konkretes Saisonziel für seinen Club nannte er im APA-Gespräch nicht. "Wir haben den wenigsten Druck der vier Verfolger", sagte Zellhofer.

Die nach außen kommunizierten Ziele beschränken sich auf bestimmte Teilbereiche. "Die Heimstärke beizubehalten, ist der wichtigste Ansatz. Das war die Grundbasis für die Erfolge", meinte Zellhofer. In der Herbstsaison war Altach mit 29 Punkten aus 11 Spielen mit Abstand das stärkste Heimteam der Liga.

Auswärts werde es für seine Mannschaft schwieriger werden, glaubt Zellhofer. "Die Mannschaften werden sich auf uns einstellen", sagte er. Besonders wichtig sei auch ein gelungener Start ins Frühjahr. Die Meisterschaft beginnt für sein Team mit dem Saison-Auftaktspiel am Samstag (16.00 Uhr) bei Admira Wacker.

Für den neuen Trainer Martin Scherb wird es das erste Bewerbsspiel mit Altach. Vom 47-Jährigen ist Zellhofer nach wie vor angetan. "Die Zusammenarbeit ist sehr, sehr gut. Er ist ein absoluter Teamplayer. Man merkt, dass er richtig brennt und schon wieder drinnen ist. Er bringt sehr gute Dinge ein", sagte der Sportdirektor über Scherb.

Der Abgang von Salzburg-Leihgabe Dimitri Oberlin, im Herbst mit neun Toren bester Altacher Torschütze, wurde nicht ersetzt. Der Verlust sei "sehr schmerzhaft", so Zellhofer. Hannes Aigner, Topscorer der vergangenen Saison, kam im Herbst verletzungsbedingt aber überhaupt nicht zum Einsatz und sei somit wie ein Neuzugang, argumentierte Zellhofer.

Bis nach dem Trainingslager von Salzburg hat es Gespräche über eine neuerliche Leihe von Oberlin in Altach gegeben, schließlich entschied der Meister, dass der 19-Jährige das Frühjahr in Salzburg verbringt. Um einen adäquaten Ersatz zu finden, sei es dann schon zu spät gewesen, erklärte Zellhofer.

Abseits des Rasens gab es für die Altacher in dieser Woche nach dem Absprung eines Investors schlechte Nachrichten. Der Stadionumbau verzögert sich aufgrund einer Finanzierungslücke auf unbestimmte Zeit. Im Hinblick auf eine mögliche Europacup-Qualifikation wäre das für die Vorarlberger besonders bitter, ein neuerliches Ausweichen nach Innsbruck steht im Raum. "Sportlich wäre das für uns eine Katastrophe, und auch finanziell wäre es schlecht", sagte Zellhofer.

Doch auch unabhängig vom internationalen Geschäft hofft Zellhofer doch noch auf einen baldigen Baubeginn. "Wenn man längerfristig in der höchsten Liga dabeibleiben will, ist man ohne Stadion wirtschaftlich nicht überlebensfähig. Das haben auch andere Vereine gezeigt. Wir sind Tabellenführer, haben da aber noch sehr viel Aufholbedarf", erklärte Zellhofer.

Quelle: APA

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