Bundesliga

Altach lechzt vor Spiel gegen St. Pölten nach Siegen

Der SCR Altach will endlich die Kurve auf die Siegerstraße kriegen. Die Vorarlberger haben in der Fußball-Bundesliga bisher nicht nach Wunsch angeschrieben. Nur vier Punkte aus sechs Runden stehen zu Buche. Gegen den ebenfalls nicht mit übermäßig viel Selbstvertrauen ausgestatteten SKN St. Pölten fasst Altach am Sonntag (14.30 Uhr) nun den zweiten Heimsieg der noch jungen Saison ins Visier.

Pastoor sieht Mannschaft trotz Niederlagen auf gutem Weg SN/APA/DIETMAR STIPLOVSEK
Pastoor sieht Mannschaft trotz Niederlagen auf gutem Weg

"Die Entwicklung im Sport ist leider nie gerade nach oben", sagte Altach-Trainer Alex Pastoor vor dem Spiel. Der Niederländer haderte zuletzt mit den Ergebnissen, aber auch den Vorstellungen seiner Elf. Beim 1:2 bei Rapid ließen die Westösterreicher zahlreiche Chancen ungenutzt, es folgten ein unterhaltsames 3:3 gegen Hartberg, ein 2:5 beim WAC und zuletzt eine 1:2-Heimniederlage gegen Sturm Graz. Die Lage in Altach scheint schon ein wenig angespannt. Als Vorletzter liegt der Verein hinter den Erwartungen.

So meinte Mittelfeldmann Manfred Fischer vor dem Duell mit dem Zehnten St. Pölten: "Im Vordergrund steht jetzt, dass wir mit der Mannschaft Erfolge feiern und Punkte einfahren." Gegen St. Pölten kassierte Altach in der vergangenen Saison jedoch zwei 1:2-Niederlagen. Pastoor war da noch nicht im Amt. Nach einem durchaus erfolgreichen Frühjahr mit der Vertragsverlängerung ausgestattet, ist der 52-Jährige nun gefordert. Im Spiel nach vorne durchaus ansehnlich, ist sein Team noch zu wenig auf den Endzweck aus, meinte Pastoor. "Im letzten Viertel müssen wir aus dem vielen Ballbesitz viel mehr Kapital schlagen", hielt er fest. In der Verteidigung steht Kapitän Philipp Netzer (Adduktoren) weiter nicht zur Verfügung.

St. Pölten brach Freitag gen Westen auf, die Niederösterreicher hoffen ihrerseits auf Tore. Erst fünf haben die "Wölfe" in der Liga bisher angeschrieben. Ein Hoffnungsträger arbeitet am Comeback. Pak Kwang-ryong war für Altach bereits Thema, verletzte sich im Training aber wieder leicht. Der Nordkoreaner war deshalb für Sonntag fraglich. "Er würde uns schon weiterhelfen", sagte Trainer Alexander Schmidt. Der Deutsche hoffte darüber hinaus auf einen Formanstieg bei Rene Gartler sowie mehr Effizienz bei den übrigen Angreifern wie Husein Balic oder Roope Riski. "Wir müssen schauen, dass wir unsere Chancen einfach besser nutzen", betonte Schmidt.

Der Weg zum Punktgewinn im Ländle soll für die St. Pöltner über eine kompakte Defensivleistung erfolgen. Im Abwehrverbund fehlen wird Danijel Petrovic. Der 26-Jährige war über seine Auswechslung im Spiel gegen Hartberg nach 21 Minuten nicht erfreut und artikulierte gestenreich Richtung Schmidt. Petrovic trainiere bis auf weiteres mit der zweiten Mannschaft, stellte der SKN-Trainer nun klar. Schmidt sprach von einem "Denkzettel". Inwiefern Petrovic bei den Profis wieder zum Thema wird, ist aktuell unklar. "Das war einfach respektlos auch seinen Teamkollegen gegenüber."

Quelle: APA

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