Bundesliga

Austria reiste "gewarnt" nach Innsbruck

Mit leisen Tönen ist die Wiener Austria zum Auswärtsspiel bei Wacker Innsbruck aufgebrochen. Trainer Thomas Letsch berichtete zwar von einer "sehr guten Trainingswoche", die andauernden Verletzungsprobleme lassen bei den Violetten aber Erinnerungen an die vergangene Saison aufkommen. Wacker ist vor dem Heimauftritt am Samstag (17.00 Uhr) außerdem selbstbewusst wie nie in dieser Saison.

Trainer Letsch berichtete von einer "sehr guten Trainingswoche" SN/APA/HANS PUNZ
Trainer Letsch berichtete von einer "sehr guten Trainingswoche"

1:0 gegen den LASK und 1:1 bei den schier unschlagbaren Salzburgern - die Innsbrucker haben das sportliche Tief mit zwei Überraschungen scheinbar überwunden. In der Tabelle hat sich Wacker als Zehnter zwar nicht weit vorgearbeitet, der Anschluss an die Top-Sechs ist aber wieder hergestellt. Die Austria ist derzeit Vierter, wird jedoch von einer Torflaute in der Offensive geplagt. Elf Tore in elf Runden sind kein Ruhmesblatt. Mit Kapitän Alexander Grünwald fehlt der gefährlichste Mann der "Veilchen" nun voraussichtlich bis Winter.

"Innsbruck hat gegen den LASK und Salzburg gezeigt, dass sie gegen Top-Teams bestehen können. Wir sind deshalb gewarnt", sagte Letsch. Den Aufsteiger erwartete der Deutsche unverändert. Selbst könne man den an der Schulter verletzten Grünwald nicht eins zu eins ersetzen. "Aber wir haben andere Ideen, wie wir den Ausfall kompensieren können, und werden die Systematik in unserem Spiel entsprechend verändern."

Neben Grünwald fehlen der Austria weiter auch Abwehrchef Michael Madl und die Stürmer Bright Edomwonyi und Alon Turgeman. "Das macht es nicht leichter", betonte Letsch. Ideen in der Offensive sind gefragt, mehr "Mut und Wille zum Abschluss", wie Sportdirektor Ralf Muhr diese Woche anmerkte. Dominik Prokop, Ewandro oder Lucas Venuto sind gefordert, Kevin Friesenbichler hatte beim 1:1 gegen Sturm Graz zuletzt ein Erfolgserlebnis.

Das 2:1 gegen Innsbruck zum Saisonauftakt in Wien - die damaligen Torschützen Grünwald und Turgeman fehlen nun - sehen die Austrianer nicht als Gradmesser. Wacker habe sich seither stabilisiert, merkte Letsch an. Sein Gegenüber Karl Daxbacher dürfte mit dieser Meinung einhergehen. Die Austria-Legende auf der Betreuerbank der Tiroler hat seiner Mannschaft ein kompaktes Auftreten verpasst, vorne sorgte der Senegalese Cheikhou Dieng mit zwei Kontertoren zuletzt für Zählbares.

"Es scheint notwendig zu sein, hinten kompakt zu sein. Vorne sind wir immer für ein Tor gut", wusste Daxbacher. Sieben Ligaspiele in Folge hat sein Team zumindest ein Tor erzielt. Eigentlich sei er ein Verfechter des Offensivfußballs, merkte der 65-Jährige nach dem Remis bei Meister Salzburg an. Mit Wacker seien mit Blick auf das Punktekonto aber andere Taktiken gefragt.

Zu einem überraschenden Comeback könnte es im Tor der Hausherren kommen. Christopher Knett steht zwei Wochen nach seiner Schulteroperation voll im Training und könnte Hidajet Hankic wieder ablösen. Weiter fehlen wird Mittelfeldmann Daniele Gabriele, dessen Schwellung im Knie noch nicht abgeklungen ist. Der Deutsche wird auch in den kommenden Wochen nicht zur Verfügung stehen.

Die Austria ist seit 16 Bundesliga-Spielen gegen Wacker ungeschlagen. Den letzten Sieg im Duell holten die Innsbrucker Ende August 2010 mit einem 3:0 in Wien. Austria-Trainer war damals Karl Daxbacher.

Quelle: APA

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