Bundesliga

Austria verurteilt Vorfälle in Südstadt "auf das Schärfste"

Die Wiener Austria hat nach den "untragbaren Vorfällen" beim 2:1-Sieg am Sonntag bei der Admira Stellung bezogen. "Das sind keine Austria-Fans. Wir verurteilen diese Vorfälle auf das Schärfste und distanzieren uns klar davon", wurde das Austria-Präsidium und der Vorstand in einer Aussendung des Fußball-Bundesligisten zitiert. "Das sind Menschen, die eine Plattform suchen, die wir ihnen nicht geben dürfen. Sie schaden der gesamten Fußball-Community."

Die Austria-Anhängerschaft war in der Südstadt zahlreich vertreten SN/APA/EXPA/THOMAS HAUMER/EXPA/THOM
Die Austria-Anhängerschaft war in der Südstadt zahlreich vertreten

Eine der Austria zugerechnete Fan-Gruppierung war nach Spielende maskiert in Richtung des Admira-Sektors gelaufen, attackierte Personen und beleidigte einen Admira-Spieler rassistisch.

Die Austria wies darauf hin, dass der betreffenden Gruppierung bereits vor einigen Jahren der Fanclub-Status aberkannt worden sei. "Die Personen haben bei Heimspielen der Austria Hausverbot, auswärts wird ihnen der Zutritt zum Gäste- bzw. Austria-Sektor verwehrt." Die Austria sei in der jüngeren Vergangenheit selbst mehrmals die Zielscheibe dieser Gruppe geworden. "Ein Austria-Mitarbeiter wurde zusammengeschlagen, eigene Spieler wurden rassistisch beleidigt", hieß es seitens des Vereins.

Sportdirektor Manuel Ortlechner habe sich noch am Sonntag in der Kabine bei Admira-Goalie Andreas Leitner und dem dunkelhäutigen Spieler Josef Ganda entschuldigt, "wohlwissend, dass diese Gruppierung nicht zu uns gehört. Wir möchten uns an dieser Stelle auch ausdrücklich bei der Admira, den Spielern & Betreuern, sowie bei allen Fußballfans entschuldigen. Wir sehen uns heute einmal mehr in der Verantwortung, klar Stellung zu beziehen und Flagge zu zeigen."

Weitere Maßnahmen müssen aber ergriffen werden: "Wir brauchen einen Schulterschluss mit dem Bundesministerium für Inneres, der Exekutive, der Bundesliga und allen Vereinen: Wir können dieses gesellschaftliche Problem nur gemeinsam in den Griff bekommen. Das ist ein laufender Prozess, den wir jetzt noch vehementer vorantreiben werden", erklärte Vorstand Gerhard Krisch.

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