Bundesliga

Austrias Auswärtsmisere soll ausgerechnet bei Rapid enden

Für Austria Wien geht es am Sonntag im Schlager der 7. Runde der Fußball-Bundesliga (17.00 Uhr) beim Erzrivalen Rapid um den ersten Auswärtssieg in der laufenden Saison. Der LASK trifft um 14.30 Uhr auswärts auf den SV Mattersburg. Beim Duell zwischen dem WAC und Wacker Innsbruck ebenfalls um 14.30 Uhr geht es um den Vorstoß in die erste Tabellenhälfte.

Die Austria trifft ein einem Schlager auf Rapid SN/APA/EXPA/ALEXANDER FORST
Die Austria trifft ein einem Schlager auf Rapid

Für Austria Wien geht es beim Erzrivalen Rapid um den ersten Auswärtssieg. Dass in der Fremde in drei Spielen zudem kein Tor gelang, beunruhigte Coach Thomas Letsch nicht. "Wir haben auswärts nicht gewonnen. Die Heim-Bilanz von Rapid ist nicht die Beste. Unterm Strich zählt das am Sonntag nicht."

Die Hütteldorfer feierten in den drei bisherigen Heimspielen erst einen Sieg. Geht es nach der Austria, kommt auch nach dem 327. Wiener Derby kein weiterer dazu. Gelingen soll das mit einem mutigen Auftritt. "Es ist nicht unser Spiel, dass wir uns verstecken. Wir wollen nach vorne spielen und Chancen erarbeiten", erwartete der Deutsche "ein Spiel mit offenem Visier". Entsprechend der abgedroschenen Binsenweisheit, dass das Derby eigene Gesetze habe, spielt auch die Tabellensituation für die "Veilchen" keine Rolle. Nach sechs Spielen halten die Veilchen als Vierte bei zehn Punkten. Grün-Weiß lauert einen Zähler dahinter.

Für Rapid zählt im Derby nur ein Sieg. Dieser ist den Hütteldorfern bisher im neuen Allianz Stadion gegen den Erzrivalen noch nicht gelungen, zwei Punkte aus vier Spielen lautet da die magere Ausbeute. Die Partie ist aber nicht nur deshalb enorm wichtig, ist sie doch der Auftakt für einen intensiven Rapid-September mit dem Europa-League-Auftakt gegen Spartak Moskau und Duellen gegen die Liga-Topteams Salzburg und St. Pölten.

"Das Derby ist ein sehr entscheidendes Spiel, es kann uns Mut, Selbstvertrauen und zusätzliche Energie für die nächsten Wochen geben", weiß Kapitän Stefan Schwab. Mit einem vollen Erfolg wollen die Rapidler auch ihren Trainer aus der Schusslinie der Fans nehmen. Der bekam auch zuletzt nach dem 1:1 in Graz bei Sturm einmal mehr verbal in Form von "Gogo-Raus"-Sprechchören sein Fett ab. "Ich bin auch nur ein Mensch, natürlich spüre ich das, das war nicht angenehm", gab Goran Djuricin zu. Er habe probiert die Sache auszuschalten. "Mittlerweile ist mir das auch gelungen", erläuterte der Wiener.

Vier Siege in Folge, Rang drei in der Tabelle: Für den LASK läuft es in der Bundesliga absolut nach Wunsch. Nach der Länderspielpause will die Mannschaft von Chefcoach Oliver Glasner ihren Erfolgslauf im Auswärtsspiel beim SV Mattersburg fortsetzen. Die Burgenländer hoffen beim Heimdebüt von Trainer Klaus Schmidt auf ein Ende der Negativserie.

Die seit fünf Runden unbesiegten Linzer, die bisher nur beim 1:3 in Salzburg den Kürzeren zogen, strotzen richtig vor Selbstvertrauen, mit 13 Punkten aus den ersten sechs Spielen sind sie so gut gestartet wie nie zuvor. Der kommende Gegner hätte sich laut Glasner "nach einem holprigen Start mittlerweile stabilisiert und gegen die Wiener Austria eine gute Leistung gebracht". Der Erfolgscoach der Athletiker erwartet ein zweikampfbetontes Spiel. "Das wir aber natürlich gewinnen wollen."

Für Mattersburg startet am Sonntag eine neue Zeitrechnung. Neo-Trainer Klaus Schmidt gibt seine Heimpremiere, nachdem er bei seinem Debüt in Wien ein wenig unglücklich 1:2 verlor. "Ich baue auf die Leistung auf und habe auch versucht der Mannschaft zu vermitteln, dass sie es in Wien richtig gut gemacht hat", sagte Schmidt. Das alleine sei nach der Länderspielpause, die man "sehr gut genutzt" habe, aber zu wenig. "Wir werden an Punkten gemessen und sollten was Zählbares mitnehmen", gab der 50-Jährige die Marschroute vor. Schmidt will einen mutigen Auftritt wie zuletzt sehen.

Mit dem Wolfsberger AC und Wacker Innsbruck treffen am Sonntag die beiden aktuell besten Teams der unteren Tabellenhälfte aufeinander. Der WAC könnte mit einem Sieg in obere Regionen vorstoßen, Innsbruck würde die Kärntner bei einem Erfolg dagegen überholen. Beide Trainer haben die erste Woche der zweiwöchigen Länderspielpause für unterschiedliche Schwerpunkte genutzt. Beim WAC reflektierte Christian Ilzer die erste Saisonphase, um auf die Erkenntnisse anschließend in taktischen Einheiten einzugehen. Wacker-Trainer Karl Daxbacher hat seiner Mannschaft einen "konditionellen Schub" verpasst.

Quelle: APA

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