Bundesliga

Bei Red Bull Salzburg bleiben nur die Ziele unverändert

Der ganz große personelle Umbruch ist bei Fußballmeister Red Bull Salzburg vor der heute beginnenden Saison ausgeblieben. Dennoch gehen die Bullen runderneuert in die Startpartie.

Neo-Kapitän Andreas Ulmer soll Team endlich in Champions League führen SN/APA/EXPA/ROLAND HACKL
Neo-Kapitän Andreas Ulmer soll Team endlich in Champions League führen

Bei einem Besuch des "Jedermanns" stimmte sich Bullen-Trainer Marco Rose am Donnerstagabend auf Salzburger Fußballfestspiele ein. Diese soll es schon in den nächsten Wochen auf nationaler und internationaler Ebene geben. Der Serienmeister ist bestens gerüstet, um bereits in der Startphase der Saison für Begeisterung zu sorgen. Am Mittwoch siegten Andreas Ulmer und Co. mit 5:2 gegen den türkischen Erstligisten Rizespor auch im letzten Test vor dem ersten Ligaspiel am Sonntag gegen den LASK. Damit wurden alle sechs Testspiele in der Vorbereitung auf die Saison 2018/19 gewonnen. Und in der ersten Cuprunde tobten sich die Bullen beim 6:0 in Oedt aus.

Im Wesentlichen kann Marco Rose auf den Kader der vergangenen Saison setzen. Sein Team wirkte schon zu Beginn der Saison harmonisch wie lange nicht zu diesem Zeitpunkt. "Ich glaube schon, dass wir jetzt bereit für die Meisterschaft sind", sagte auch Rose. Die Bullen können mit breiter Brust in die Saison gehen, in der dennoch vieles neu beim Serienmeister ist.

Neu ist die Rollenverteilung im Tor der Bullen. Cican Stankovic geht als Nummer eins in die Liga, Alexander Walke (35) ist der Mann für den ÖFB-Cup und kann in den internationalen Spielen mit dafür sorgen, dass die Bullen im elften Anlauf sich erstmals für die Gruppenphase der Champions League qualifizieren. Obwohl diese Aufgabenteilung auch ein Risiko mit sich bringen kann, entschied man sich dafür, Stankovic mehr zu forcieren. Da dem 25-Jährigen die Zukunft gehört.

Die Bullen gehen auch mit einem neuen Kapitän in die Saison. Routinier Andres Ulmer ist der ideale Mann für diese Aufgabe. Der 32-Jährige gehört zu jenem Kreis von Bullen-Profis, auf die der Meister nicht verzichten kann. Ulmer agiert zwar nicht unbedingt als Lautsprecher, aber seine Worte haben Gewicht. Und das Wichtigste ist, dass der Nationalspieler schon über Jahre konstant starke Leistungen zeigt. Ulmer schätzt auch die hohe Qualität des Kaders. Selbst wenn bis Transferschluss noch der eine oder andere Abgang dazukommen würde, die Mannschaft sollte das nicht völlig außer Tritt bringen. "Wir könnten damit umgehen", betonte der Linksverteidiger.

Österreichs Ex-Nationalspieler Zlatko Junuzovic soll das neue Herz und Hirn im Spiel beim Titelverteidiger werden. Mit der Verpflichtung des 30-Jährigen gingen die Salzburger einen neuen Weg, holten nach langer Zeit wieder einmal einen Routinier ins Team. Ein geschickter Zug vor allem in Hinblick auf die bevorstehenden internationalen Aufgaben. Ein erfahrener Mann wie Junuzovic kann dem Bullen-Spiel in engen Phasen nur guttun. Und Junuzovic kann im Mittelfeld alle Positionen spielen. "Ich versuche so gut wie möglich meine Stärken auszuspielen. Wir werden von Spiel zu Spiel schauen. Mal sehen, was sich der Trainer überlegen wird", erklärte Junuzovic und Rose betonte: "Wir haben Qualität dazubekommen."

Neu ist auch die Zusammensetzung im Abwehrzentrum. Nach dem Verlust von Vizeweltmeister Duje Caleta-Car bekommt Abwehrchef Andre Ramalho einen neuen Partner. Beste Aussichten auf einen Platz in der Startformation gegen den LASK besitzt Marin Pongracic. Jerome Onguene und Neuzugang Jasper van der Werff drängen aber ebenfalls ins Team. Ob sie Caleta-Car allerdings gleichwertig ersetzen können, wird sich erst in den heiklen Partien zeigen.

Neu ist auch die Rolle von Reinhold Yabo. Praktisch über Nacht entdeckten die Bullen Yabo als Stürmer. Der 26-Jährige scheint auch gute Karten zu haben, an der Seite von Munas Dabbur zu stürmen.

Und das in neuen Dressen. Denn auch das Outfit der Bullen ist runderneuert. "Kraftvoll", so lautet die Botschaft des Serienmeisters, die mit den aktuellen Trikots vermittelt werden soll. Die von Querstreifen auf der Brust und einem kräftigen Rot geprägten Leibchen werden daheim sowohl in der Bundesliga als auch in den UEFA-Bewerben von Ulmer und Co. getragen.

Unverändert bleiben hingegen die Ziele, die man erreichen will: nationale Titel zu gewinnen und international so lange wie möglich dabei zu sein.

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