Bundesliga

Christoph Leitgeb - Abschied von Red Bull Salzburg nach zwölf Jahren

Am 13. Juni 2007 stellte Red Bull Salzburg einen 22-jährigen Hoffnungsträger als Neuzugang vor - Christoph Leitgeb. Zwölf Jahre, neun Meistertitel und sechs ÖFB-Pokalsiege später nimmt Leitgeb seinen Abschied.

Sportdirektor Christoph Freund sagte: "Wir verabschieden uns von einem fantastischen Fußballer und tollen Menschen. Leiti war bei uns seit seinem Wechsel 2007 ein sehr wichtiger Spieler, sowohl am Spielfeld als auch abseits davon. Selbst in den letzten Jahren, in denen er nicht mehr so oft zum Einsatz kam, war er ein wesentlicher Bestandteil des Teams und wurde von allen Trainern, Mitarbeitern und Spielern hoch geschätzt. Mit seiner enormen Erfahrung und seiner ruhigen, besonnenen Art hat er viel zu unseren großen Erfolgen und unserer Entwicklung beigetragen. Wir wünschen Leiti und seiner Familie für ihre weitere Zukunft - wie immer die auch aussehen wird - viel Gesundheit und nur das Beste."

Christoph Leitgeb selbst erläuterte: "Als ich damals zum FC Red Bull Salzburg gewechselt bin, hätte ich mir niemals gedacht, dass ich so lange hierbleiben werde. Ich schaue auf zwölf Jahre mit vielen tollen Erinnerungen, Erfahrungen und Erfolgen zurück und bin sehr stolz, dass ich so lange Teil dieses besonderen Klubs sein durfte. Ich werde mir nun nach Saisonende eine kleine Pause gönnen und gemeinsam mit meiner Familie überlegen, welchen Weg ich weitergehen werde."

2007: Matthäus ging, Leitgeb kam

Es war ein bemerkenswerter Tag, an dem sich Christoph Leitgeb im Trainingszentrum Taxham als neuer Spieler von Red Bull Salzburg vorstellte. Das die Medien beherrschende Sportthema dieses Mittwochs war nämlich der tags zuvor erfolgte Rauswurf des exzentrischen Co-Trainers Lothar Matthäus bei den Salzburgern.

Es war also ein nicht unbedingt einfacher Start für den jungen Offensivspieler Leitgeb im Juni 2007. Red Bull Salzburg hatte den damals 22-Jährigen von Sturm Graz geholt. In den SN stand damals zu lesen: "Die kolportierte Transfersumme: Eine Million Euro."

Startrainer Giovanni Trapattoni sagte damals über den Neuzugang: "Leitgeb kann das Spiel beschleunigen. Er wird uns auch international helfen."

Das sollte sich nur teilweise bewahrheiten. Salzburg blieb die Teilnahme an der Champions League in den vergangenen Jahren stets verwehrt. In der Europa League feierte der Club - auch dank Leitgebs Leistungen - bemerkenswerte Erfolge.

National waren die Salzburger ohnehin kaum zu biegen. Bei neun der insgesamt zehn Red-Bull-Meistertitel war Leitgeb beteilig, ebenso bei den sechs Erfolgen im ÖFB-Cup. 41 Mal spielte Leitgeb für das Nationalteam. Für Salzburg lief Leitgeb 324 Mal auf.

Am Freitag (17. Mai 2019) gibt Christoph Leitgeb bekannt, nach dieser Saison nicht mehr für Red Bull Salzburg zu spielen. Ob er seine Karriere als aktiver Profi bei einem anderen Verein fortsetzt, ist noch offen.

Denn wie er am Freitag selbst sagte: "Als ich damals zum FC Red Bull Salzburg gewechselt bin, hätte ich mir niemals gedacht, dass ich so lange hierbleiben werde. Ich schaue auf zwölf Jahre mit vielen tollen Erinnerungen, Erfahrungen und Erfolgen zurück und bin sehr stolz, dass ich so lange Teil dieses besonderen Klubs sein durfte. Ich werde mir nun nach Saisonende eine kleine Pause gönnen und gemeinsam mit meiner Familie überlegen, welchen Weg ich weitergehen werde."

In seinen zwölf Jahren spielte Leitgeb übrigens unter diesen Trainern: Giovanni Trapattoni, Co Adriaanse, Huub Stevens, Ricardo Moniz, Roger Schmidt, Adi Hütter, Peter Zeidler, Thomas Letsch, Oscar Garcia und Marco Rose.

Christoph Leitgeb im Zeitraffer 2007 bis 2018:

(Bilder: SN/GEPA)

Quelle: SN

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