Bundesliga

"Demütiges" Sturm startet mit Heimspiel gegen St. Pölten

Mit viel Mühe schaffte Sturm Graz den Sprung in die Meistergruppe der Fußball-Bundesliga. Dort starten die Steirer am Sonntag (14.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen SKN St. Pölten und möchten wohl vieles nur allzu gerne vergessen machen. Trainer Roman Mählich warnte aber vor Übermut: "Es wäre der größte Fehler zu glauben, dass es jetzt von allein geht. Wir müssen demütig und am Boden bleiben."

Mählich will mit Sturm "am Boden bleiben" SN/APA/ERWIN SCHERIAU
Mählich will mit Sturm "am Boden bleiben"

Nur zwei Punkte trennten Sturm am Ende von der Qualifikationsgruppe. Mit einem 0:0 gegen Salzburg, einem 1:0 über die Austria und auch der Mitwirkung der Konkurrenz nahm man schließlich das angepeilte Ziel sogar noch als Dritter. Dennoch findet man sich zum Meistergruppenstart mit je 15 Punkten gleichauf mit dem WAC, der Austria und St. Pölten. Es geht also quasi von vorne los. Mählich deklarierte sich denn auch "nicht unbedingt" als "Freund der Ligareform. Einige haben im Herbst sehr gute Leistungen gebracht, haben einige Punkte weniger als wir und sind jetzt im Abstiegskampf".

Darum muss sich Mählich nicht kümmern, er blickt der zweiten Saisonphase mit einigem Optimismus entgegen. "Wir hatten eine gute Stimmung", berichtete der 47-Jährige von den Übungseinheiten in der Länderspielpause. "Ich sehe im Training einen guten Zug." Auch wenn mit St. Pölten ein Team kommt, das in den jüngsten fünf Partien vier Niederlagen kassierte und nur ein Remis holte, gelte es aufzupassen. "Sie haben (beim jüngsten 0:1) gegen Mattersburg eine gute Leistung gezeigt. Eine Mannschaft, die schwer zu spielen ist", bekundete Mählich, dem mit Philipp Huspek (Muskelverletzung) nur ein Kicker fehlt.

Für St. Pöltens Coach Ranko Popovic ist es nicht nur die Rückkehr an die Stätte seiner größten Spielererfolge, zu seiner "großen Liebe" Sturm, sondern auch eine Art Bewährungsprobe. Der Kühbauer-Nachfolger erhielt nach vielen Spekulationen in der Vorwoche die Rückendeckung des Vereins, nun will er die Leistungen auch in Resultate umgemünzt sehen. "Sicher wäre ich mit ein paar Punkten mehr besser drauf. Aber wenn ich sehe, was die Mannschaft geleistet hat, habe ich kein schlechtes Gefühl", gab sich Popovic zuversichtlich.

"Ich habe immer gesagt, dass es mein Ziel ist, die Trainingsleistungen auf den Platz zu bringen", erinnerte Popovic. Und das sei zuletzt durchaus der Fall gewesen - den tristen Ergebnissen zum Trotz. "Wir haben eine privilegierte Situation, wo wir Erfahrung sammeln können." Für seine Kicker sollte ohnehin die Aussicht auf eine gute gefüllte Merkur-Arena - am Freitag waren 8.500 Karten verkauft, die ersten 1.909 (Sturms Gründungsjahr) Besucher erhalten Freibier - Motivation genug sein. "Wenn Sturm zuhause spielt, gibt es eine Kulisse, da muss sich auch der Gegner freuen", betonte Popovic, der zwischen 1997 und 2001 101 Partien für die "Blackys" absolvierte.

Quelle: APA

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