Bundesliga

Die Furcht vor Sky-Partys bei Geisterspielen wächst

Geisterspiele könnten in Zukunft auch im Free-TV zu sehen sein.  SN/gepa
Geisterspiele könnten in Zukunft auch im Free-TV zu sehen sein.

Am Freitag tagte bereits erstmals die neue Arbeitsgruppe der österreichischen Fußballbundesliga mit der Politik, um ein überarbeitetes Konzept in der nächsten Woche zum Neustart der Liga präsentieren zu können. Es muss schnell ein Kompromiss mit den Behörden gefunden werden, dass nicht, wie von Gesundheitsminister Rudolf Anschober gefordert, bei einem positiven Coronatest eines Spielers gleich die ganze Mannschaft und vielleicht auch der jeweilige Gegner und die Schiedsrichter zwei Wochen in Quarantäne müssen. Sollte es zu einer Einigung kommen, dann könnten die Geisterspiele ohne Zuschauer im Stadion vielleicht für alle Fans im Free-TV zu sehen sein. Dann hätte auch die Politik eine Sorge weniger.

In Deutschland können die Partien der ersten beiden Runden nach Wiederbeginn der Saison am 16. Mai von den Fans live im Free-TV gesehen werden. Der Pay-TV-Sender Sky wird die Konferenzschaltung der 1. Liga nämlich auf seinem frei zugänglichen Kanal Sky Sport News zeigen. Allerdings nur die Konferenz. Vor allem die Politik drängte darauf, dass bei Neustart einige Partien auch im Free-TV ausgestrahlt werden. Der Hintergrund war klar: Es wächst nämlich die Furcht, dass sich bei sogenannten Sky-Partys zu viele Leute zusammenfinden, es zu Menschenansammlungen bei Fans mit einem Sky-Abonnement kommt. Diese sollen unter allen Umständen vermieden werden. Das Problem trifft auch für Österreich zu. Allerdings benötigt die heimische Liga im Gegensatz zu der deutschen Bundesliga erst grünes Licht von der Politik. Aber die Liga ist zuversichtlicher geworden, dass spätestens Mitte nächster Woche das Ja der Bundesregierung kommt.

Da sich Gesundheitsminister Anschober bei seinen Vorgaben auch stark an den Konzepten aus Deutschland orientiert, können sich Österreichs Kicker schon einmal auf einen Torjubel in Coronazeiten vorbereiten. Die deutsche Liga regelte nämlich klar, wie die Profis einen Treffer feiern dürfen. Mit Abstand, wenn es irgendwie geht, weil der Körperkontakt vermieden werden soll. Wichtig ist aber, dass überhaupt gejubelt wird, denn das bedeutet, dass wieder Fußball gespielt wird.

Quelle: SN

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