Bundesliga

Fußball-Bundesliga: Red Bull Salzburg auch von Sturm Graz nicht zu stoppen

Red Bull Salzburg setzte nach der Gala in der Champions League mit einem 4:1 gegen Sturm Graz ein weiteres Ausrufezeichen im Titelkampf. Doppeltorschütze Karim Adeyemi glänzte wieder.

Heimspiel für Salzburg gegen Sturm Graz. Im Bild Torschütze Karim Adeyemi (RBS) und Jusuf Gazibegovic (Sturm) SN/GEPA pictures
Heimspiel für Salzburg gegen Sturm Graz. Im Bild Torschütze Karim Adeyemi (RBS) und Jusuf Gazibegovic (Sturm)

Obwohl im Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga am Sonntag in der Red-Bull-Arena Tabellenführer Red Bull Salzburg den Zweiten und eigentlich einzigen Verfolger Sturm Graz empfang, war die Ausgangslage trotz der Brisanz der Partie so eindeutig wie selten zuvor. Die Quoten beim Wettanbieter tipp3 machten es deutlich: 1,30 Euro für einen Salzburg-Sieg, 8,90 für einen Sturm-Erfolg.

Dazu hatten die Bullen 2021 kein Liga-Heimspiel verloren (14 von 15 Partien wurden gewonnen) und in den vergangenen 42 Heimpartien immer zumindest einen Treffer geschossen. Und während die Salzburger nach dem 3:1 in der Champions League am Mittwoch mit breiter Brust in das Topspiel gingen, musste Sturm eine Heimpleite in der Europa League gegen Real Sociedad verkraften. Zudem hatte die Truppe von Trainer Matthias Jaissle nach den Europacup-Einsätzen einen Tag länger Pause.

Und Salzburg begann auch dominant. Die Grazer fanden kaum ein Mittel, um die Bullen an Offensivaktionen zu hindern. Schon in der zweiten Minute hätte Karim Adeyemi nach einem Solo treffen können. Sturm-Torhüter Jörg Siebenhandl lenkte den Ball noch zur Ecke. Aber schon drei Minuten später zappelte der Ball im Netz der Grazer. Noah Okafor hatte mit der Ferse sehenswert vorbereitet und Rasmus Kristensen, eigentlich für das Verhindern von Toren zuständig, zeigte Torjägerqualitäten. Unwiderstehlich stürmte der Däne auf das Tor der Grazer und verwertete eiskalt zum 1:0. Die Salzburger ließen in der Folge Ball und Gegner laufen. Und Sturm machte sich das Leben auch selbst schwer, weil der Tabellenzweite völlig auf die Restverteidigung vergaß. So fiel auch das 2:0 noch in der Anfangsphase nicht überraschend. Wieder hatte Okafor sehenswert mit dem Außenrist vorbereitet, Adeyemi gelang problemlos aus kurzer Distanz nach einem Querpass der Treffer (22.). Zehn Minuten vor der Pause vergab Jakob Jantscher die einzige Sturm-Chance im ersten Durchgang: Der Ex-Bulle scheiterte allein vor Salzburg-Goalie Philipp Köhn, der glänzend reagierte.

Mit der zweiten Chance machten die Steirer die Partie in der 50. Minute überraschend wieder spannend. Köhn konnte einen Schuss von Kelvin Yeboah nicht festhalten, Jantscher staubte zum 1:2 ab. Die Bullen zeigten sich aber nicht geschockt und wollten den alten Abstand rasch wiederherstellen. Nach einem Foul an Adeyemi zeigte Schiedsrichter Manuel Schüttengruber auf den Elfmeterpunkt (55.), nach Videostudium musste er seine Entscheidung aber zurücknehmen. Der Aktion, die zum Vergehen am Bullen-Torjäger führte, war ein Foul von Salzburg-Kapitän Andreas Ulmer vorausgegangen.

Dass in der Red-Bull-Arena in der Schlussphase keine Spannung aufkam, lag vor allem an der Sturm-Defensive. Zuerst bugsierte sich Goalie Jörg Siebenhandl eine harmlose Flanke ins eigene Tor (74.), sieben Minuten später zimmerte Adeyemi den Ball nach einem Fehler der Sturm-Hintermannschaft zum 4:1-Endstand ins Netz. Nach dem klaren Erfolg im Schlagerspiel hat die Elf von Trainer Matthias Jaissle bereits elf Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger aus der Steiermark. Und die Salzburger haben noch lange nicht genug, wie Doppeltorschütze Adeyemi bestätigte: "Wir wollen immer mehr, egal ob in der Champions League oder in der Bundesliga. Wir wollen alle Spiele gewinnen."

Das Match im Ticker zum Nachlesen:

Aufgerufen am 07.07.2022 um 01:36 auf https://www.sn.at/sport/fussball/bundesliga/fussball-bundesliga-red-bull-salzburg-auch-von-sturm-graz-nicht-zu-stoppen-110287435

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