Bundesliga

Geisterspiel-Konzept erfährt Zustimmung

Sportminister Werner Kogler: „Ich denke, dass wir hier zu einem Ergebnis kommen werden.“  SN/apa
Sportminister Werner Kogler: „Ich denke, dass wir hier zu einem Ergebnis kommen werden.“

Noch ruht der Ball in der Fußball-Bundesliga, doch das könnte sich schon bald ändern. Wie bei der rigorosen Schließung des Landes zur Eindämmung des Coronavirus scheint Österreich auch bei der Wiederaufnahme des Spielbetriebs im Profifußball eine Vorreiterrolle in Europa einzunehmen.

Ende letzter Woche beschloss die Liga in ihrer Video-Clubkonferenz ein detailliertes Konzept für Geisterspiele, also Spiele ohne Zuschauer auf den Tribünen. Das Papier wurde auch bereits dem Sportministerium übermittelt. Man wolle "in Abstimmung mit den Behörden schnellstmöglich Gewissheit haben, unter welchen Bedingungen ein Trainings- und Meisterschaftsbetrieb möglich ist", hieß es in einer Aussendung. Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer meinte: "Mit dem fertigen Konzept haben wir einen großen Teil unserer Arbeit erledigt. Nun ist die Politik am Zug, uns mitzuteilen, unter welchen Möglichkeiten eine Wiederaufnahme möglich ist."

Nur wenige Stunden später gab es bereits erste positive Signale. Das Geisterspiel-Konzept erfuhr von Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler Zustimmung, wenngleich er sich noch vorsichtig zu einer baldigen Aufnahme des Spielbetriebs äußerte. "Die Möglichkeiten wollen wir schaffen, dass die Fußball-Bundesliga stattfinden kann", sagte Kogler in der "ZiB 2". "Über die Rahmenbedingungen tauschen wir uns intensiv aus und ich denke, dass wir hier zu einem Ergebnis kommen werden."

Wie sieht das Konzept der Bundesliga aus? Grob umfasst es die Bereiche Medizin, Sport und Organisation. Beim ersten Thema sei es das Ziel, "das Risiko von Übertragungen über ein engmaschiges Testschema mit PCR-Tests zu minimieren. Wesentlicher Bestandteil des Konzepts ist die Möglichkeit, im Fall eines positiven Tests nur den betroffenen Akteur zu isolieren", hieß es in einer Ligamitteilung. Darüber hinaus wurden in der Clubkonferenz einige Rahmenbedingungen beschlossen: Die Testergebnisse der Akteure müssen am Spieltag bis spätestens 10 Uhr bekannt sein, die "Bundesland-Regel" für die Schiedsrichterbesetzung soll zur Einschränkung von notwendigen Reisen ausgesetzt werden, es soll ein Kader von insgesamt 30 Mann pro Verein definiert werden und für die Durchführung eines Spiels ist eine Mindest-Kadergröße von 14 Feldspielern und zwei Tormännern pro Match notwendig.

Und: In Summe dürfen bei den Geisterspielen maximal 200 Personen im Stadion sowie 40 weitere Personen - zum Beispiel Ordner - im Außenbereich tätig sein.

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