Bundesliga

Gleich zwei "Heimteams" beim Liga-Duell Sturm - WAC

Auf den WAC wartet am Samstag (17.00 Uhr) in der Fußball-Bundesliga ein etwas ungewöhnliches Auswärtsspiel. Die Kärntner treten gegen Sturm Graz als Gast in der Merkur Arena an, wo sie fünf Tage später in der Europa League gegen Basaksehir Istanbul in der Kabine der Heimmannschaft Platz nehmen.

WAC-Trainer Gerhard Struber spielt ganz gern in Graz SN/APA/GERT EGGENBERGER
WAC-Trainer Gerhard Struber spielt ganz gern in Graz

Bereits im Oktober gegen AS Roma (1:1) war der WAC in Graz-Liebenau der Hausherr, die Erinnerung daran ist bei Trainer Gerhard Struber nicht nur aufgrund des Resultats positiv. "Das ist ein unheimlich cooles Stadion, es wird eine super Atmosphäre herrschen", meinte der Salzburger und sieht für seine Truppe sogar einen kleinen Heimvorteil. "Wir fühlen uns dort mittlerweile heimelig, kennen die Situation im Stadion."

Struber weiß aber auch darüber bescheid, dass sich der Rasen in der Arena in nicht optimalem Zustand befindet. "Er schaut ein bisschen wild aus", berichtete der 42-Jährige, der sich vom Geläuf bei Sturms 1:1 gegen Salzburg vor zwei Wochen vor Ort ein Bild machte. Mittlerweile wurden aber Teile des Untergrunds erneuert.

Ein holpriger Rasen kommt im Normalfall jener Mannschaft zugute, die sich aufs Verteidigen verlegt. Gut möglich, dass Sturm diese Taktik wählt, immerhin hatte man damit beim 1:0 im ersten Saisonduell Erfolg. "Doch ich gehe schon davon aus, dass Sturm vor eigenem Publikum versuchen wird, das Heft in die Hand zu nehmen", vermutete Struber.

Die Steirer zogen zuletzt ins Cup-Viertelfinale ein - im Gegensatz zum WAC, der sich gegen Zweitligist Wacker Innsbruck aus dem Bewerb verabschiedete. Dadurch sind die Wolfsberger schon seit vier Pflichtspielen sieglos. "Wir müssen wieder in die Erfolgsspur kommen", forderte Struber. "Wir müssen in jedem Spiel an unsere Schmerzgrenze gehen. Es gilt, das totale Limit auszureizen und leidensfähig zu sein."

Vor den Grazern hat der WAC-Betreuer großen Respekt. "Sturm ist im Aufwind und hat aus meiner Sicht hinter Salzburg den schlagkräftigsten Kader der Liga. Sie verteidigen sehr strukturiert", erklärte Struber.

Die "Blackys" gingen in ihren jüngsten zwei Partien als Sieger vom Platz und holen nun zum dritten Streich aus, wie Trainer Nestor El Maestro betonte. "Wir haben in dieser Saison viermal zwei Pflichtspiele in Folge gewonnen, aber noch nie drei. Jetzt wäre der gute Zeitpunkt für so einen richtigen Schwung."

Die Voraussetzungen dafür seien gegeben. "Nach dem Sieg im Cup war die Mannschaft euphorisiert. Wir durchleben einen guten Moment und haben seit der Länderspielpause dreimal eine ordentliche Leistung auf den Platz gebracht. Das gibt Selbstvertrauen", sagte El Maestro.

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