Bundesliga

Hartberg gegen Rapid im Duell mit Torgarantie

Der TSV Hartberg verteidigt am Sonntag (14.30 Uhr) seine Positiv-Bilanz gegen Rapid. Die Steirer, die in torreichen Duellen mit dem Rekordmeister zumeist gut aussahen, könnten in der 20. Fußball-Bundesliga-Runde auch das große Saisonziel fixieren. Mit dem finanziell lukrativen Einzug in die Meisterrunde wäre für die Truppe von Coach Markus Schopp nämlich auch der erneute Klassenerhalt fix.

Für Rapid geht es um den nächsten Sieg SN/APA/HERBERT P. OCZERET
Für Rapid geht es um den nächsten Sieg

"Egal ob WAC, Rapid, oder nächste Woche LASK: Für uns als TSV Hartberg sind das alles richtige Kaliber. Aber wir haben einen riesigen Hunger, gegen diese großen Mannschaften zu reüssieren", umriss Schopp die Ausgangslage. Diese sei auch tabellarisch eine gute: "Wir haben 16 Punkte Vorsprung auf den Tabellenletzten, was auch nach der Punkteteilung nicht ganz wenig wäre."

Klassisches Understatement ist man aus Hartberg gewohnt. Bei entsprechendem Verlauf auch des Runden-Schlagers der sechs Punkte dahinter lauernden Austria gegen Salzburg könnten die Steirer den doppelten Bonus - sportlich wie finanziell - eingefahren haben. Schopp: "Wir sind ja keine Träumer. Ich nehme an, dass in Hartberg niemand mit der Meistergruppe budgetiert hat."

Man kennt sich. Die sechs Duelle seit dem Aufstieg blieben als Torwucher (nie weniger als drei Tore, 5,5 im Schnitt) in Erinnerung. "Ich denke, das hat mit der Spielanlage beider Mannschaften zu tun. Der Anspruch von Rapid ist es, gegen jeden Gegner zu gewinnen. Und wir wollen das Ganze nicht passiv genießen, wollen Rapid nie schalten und walten lassen", sagte Schopp. Das zieht auch Zuschauer an. Der Verein erwartete "voraussichtlich zum zweiten Mal in dieser Saison" ein ausverkauftes Haus.

In der Vorwoche sah Schopp sein Team an einem reiferen WAC scheitern (0:3). "Rapid ist individuell noch stärker als der WAC. Da dürfen wir uns null Disziplinlosigkeiten leisten und müssen mit voller Entschlossenheit agieren." Fehlen könnte der unter der Woche kranke Rajko Rep, der erst am Donnerstag wieder individuell trainierte.

Rapid ist nicht nur aufgrund der Liga-Bilanz (ein Sieg in fünf Spielen) gewarnt. "Es wird hart umkämpft sein, wir dürfen im Umgang mit unseren Chancen nicht fahrlässig agieren", sagte Kapitän Stefan Schwab. "Hartberg kommt über die spielerischere Ebene, als Wattens zuletzt, die eher über lange Bälle agiert haben, daher wird es eine ganz andere Partie."

Coach Dietmar Kühbauer könnte die siegreiche Stammformation vom 2:0 gegen WSG Tirol aufbieten, auch Christopher Dibon ist fit. "Wir haben grundsätzlich keine neuen Ausfälle, es gibt somit auch keine Ausreden, wir können auf eine gut bestückte Bank zurückgreifen", sagte Kühbauer.

Quelle: APA

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