Bundesliga

Hartberg sieht sich vor Duell mit Wacker nicht als Favorit

Der TSV Hartberg will von einem Favoritenstatus vor dem Heimspiel gegen Schlusslicht FC Wacker Innsbruck nichts wissen. "Ich bin der Erste, der liebend gerne sagen würde, dass wir Favorit sind. Aber unsere generelle, auch budgetäre Situation, lässt das nicht zu", sagte Hartberg-Trainer Markus Schopp vor dem Start in die Qualifikationsrunde der Fußball-Bundesliga am Samstag (17.00 Uhr).

Trainer Schopp weist die Favoritenrolle von sich SN/APA/DIETMAR STIPLOVSEK
Trainer Schopp weist die Favoritenrolle von sich

Mit einem "guten Herbst" und "interessanten Frühjahr", wie Schopp erklärte, hat sich Hartberg inmitten einer Konkurrenz "mit ganz anderen Möglichkeiten" 13 (geteilte) Zähler und damit fünf mehr als Innsbruck erarbeitet. "Wir müssen höllisch aufpassen", mahnte der Trainer der Steirer jedoch vor dem Auftakt. "Wir haben zehn extrem spannende Endspiele vor uns. Da ist ein kleiner Vorsprung, wie bei uns, wenig bis gar nichts wert."

Punktgewinne gegen Rapid, Austria oder Sturm haben dem Aufsteiger im Grunddurchgang aber gezeigt, dass er mit allen Teams in der Liga mithalten kann. "Für uns ändert sich dennoch relativ wenig, wir waren von Anfang an auf Kampf eingestellt", sagte Schopp, der Innsbruck mit Neo-Trainer Thomas Grumser ähnlich gepolt erwartet. "Die Art und Weise, wie er spielen lässt, hat man schon in den zwei Spielen gegen Salzburg und den LASK gesehen. Es waren mutige Vorstellungen, es ist ihnen gelungen, sehr unangenehm zu sein. Wir werden sehr viel Aufwand betreiben müssen, um in die gefährlichen Räume zu kommen."

Gelingen soll dies erstmals auch mit der zuletzt verletzten Liefering-Leihgabe Mohamed Camara. Der 19-jährige Mittelfeldspieler ist nach Trainingsvorstellungen "komplett am Anschlag" ein Thema für die Startelf. Schopp: "Er ist ein Spieler, der uns bereichert und flexibler macht. Jetzt ist er fit und hungrig", erklärte Schopp. Nicht zur Verfügung steht ihm der gelbgesperrte Tormann Rene Swete, den wohl Florian Faist ersetzen wird. Der 29-Jährige kassierte bei seinen zwei Saisoneinsätzen zwar sechs Gegentreffer, blieb dabei mit einem 4:3 beim WAC und dem 3:3 beim LASK aber ohne Niederlage.

Beide Teams haben gemeinsam, dass sie mittlerweile acht Runden sieglos sind. Bei Wacker kommt negativ hinzu, dass es zuletzt vier Niederlagen am Stück gab und zudem fünfmal en suite keinen Torerfolg. "Wir versuchen den Jungs ein gutes Gefühl zu geben vor dem Tor - in dem Bewusstsein, dass Tore grundsätzlich eine Entstehung haben. Dazu braucht es Räume und Lösungen, und daran haben wir gearbeitet", gab Grumser Einblick. Ein Testspiel gegen Regensburg konnte am Freitag mit 3:1 gewonnen werden. "Alle drei Tore waren sehr gut herausgespielt. Wenn wir die Prinzipien Schritt für Schritt umsetzen, sind Tore für mich die logische Konsequenz", blickte Grumser positiv nach vorne.

Gegen Hartberg gab es zu Hause ein 2:1 und auswärts ein 2:2. Ligaübergreifend ist Wacker im direkten Duell fünf Partien unbesiegt. "Wir werden nach vorne verteidigen. Wir werden mutig sein und wollen ihnen unser Spiel aufdrängen. Wir werden überzeugend auftreten - die Spieler wissen, was sie können. Wichtig ist aber, dass wir das beweisen und das über 90 Minuten", erläuterte Grumser. Seinem Team fehlt ein Zähler auf den Vorletzten SCR Altach, die Admira ist zwei Punkte entfernt. "Wir definieren uns nicht über unseren Tabellenplatz, sondern über unsere Spielweise. Aggressiv und nach vorne ausgerichtet, mit dem großen Ziel, Spiele zu gewinnen", gab der 39-Jährige Einblick.

Quelle: APA

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