Bundesliga

Hartberg sucht vor Europacup noch die Automatismen

Die perfekte Generalprobe vor der Europacup-Premiere ist Hartberg nicht gelungen. Das 1:1 zum Bundesliga-Auftakt in Altach wollte Trainer Markus Schopp aber "gut einordnen" können. "Mit einem Punkt zum Auftakt in Altach darf man als Hartberg nicht unzufrieden sein", sagte Schopp.

Hartberg nach 1:1 nicht ganz unzufrieden SN/APA/DIETMAR STIPLOVSEK
Hartberg nach 1:1 nicht ganz unzufrieden

Das Erreichen der Meistergruppe sieht Schopp trotz veränderter Erwartungshaltung auch heuer nicht als Muss. "Wir wollen da sein, wenn irgendeine von diesen großen Mannschaften nicht so performt, wie sie performen muss. Aber als TSV Hartberg von den Top sechs zu reden, das wäre fast schon überheblich."

Dass die Steirer nach 2018 und 2019 nicht erneut als Verlierer eines Auftaktspiels vom Platz gingen, war einmal mehr Dario Tadic zu verdanken. Der Torjäger fabrizierte aus "keiner Chance" (Alex Pastoor) - einem Volleyschuss aus Drehung nach Brustannahme - das Tor zum Endstand.

Der Stürmer ortete mannschaftlich noch Aufholbedarf. "Die ganzen Automatismen funktionieren noch nicht so, wie man sich das vorstellt", erklärte Tadic auf Sky. "Ich bin aber guter Dinge, dass das in den nächsten Wochen immer besser wird."

Schon am Donnerstag wartet in Gliwice die internationale Feuertaufe. Das Zweitrunden-Duell zur Europa-League-Qualifikation wird in einer Partie entschieden, der Gegner sucht noch seine Form. Nach drei Runden ist der polnische Meisterschaftsdritte von 2019/20 noch sieglos, nach zwei 0:1-Niederlagen gab es am Samstag ein 0:0 bei Warta Posen.

Schopp hat sich freilich schon ein Bild gemacht. "Es ist eine Mannschaft, die sehr robust ist, sehr diszipliniert ist. Im Ballbesitz verfügt sie auf der einen oder anderen Position über sehr viel Qualität", meinte Schopp über den Gegner. "Aber jeder, der uns kennt, weiß, dass wir mit schwierigen Aufgaben wachsen können."

Altach war am Samstag ein Gradmesser. Der Achte des Vorjahres war dem Sieg vor 2.358 Zuschauern sogar näher. "Ich denke, wir hätten etwas mehr verdient als einen Punkt", gab Trainer Pastoor zu Protokoll. Mit dem Gebotenen war er zufrieden. "Wir haben einige Ziele erreicht, die wir uns vorgenommen hatten. Viel mehr Bälle, Flanken in die Box und viel mehr Schüsse."

Auch Sportchef Christian Möckel war "größtenteils zufrieden". Man sei spielerisch auf einem guten Weg, Ex-Schalke-Stürmer Chinedu Obasi (34), dem noch die Spielgenehmigung fehlte, soll der gesuchte Vollstrecker sein. Möckel: "Wenn alle Spieler an Bord sind, sind wir gut aufgestellt."

Quelle: APA

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