Bundesliga

Hartberger wollen im Dreikampf aus Rücklage angreifen

Für den TSV Hartberg ist die Aufgabenstellung vor der abschließenden Runde des Bundesliga-Grunddurchgangs glasklar. Ein Heimsieg gegen den SKN St. Pölten ist für die Oststeirer am Sonntag (17.00 Uhr) Pflicht, um im Dreikampf um einen Platz in der Meistergruppe einen der zwei noch offenen Plätze in den Top Sechs zu ergattern. Hartberg wäre dann zum zweiten Mal in Folge oben mit dabei.

Markus Schopp und Brigitte Annerl haben die drei Zähler im Visier SN/APA/ERWIN SCHERIAU
Markus Schopp und Brigitte Annerl haben die drei Zähler im Visier

Markus Schopp wollte Aufregung vor dem Spiel tunlichst vermeiden. "Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und sind gut beraten, uns nicht mit den anderen Spielen zu beschäftigen", sagte Hartbergs Trainer. In den Parallelpartien gastiert der Fünfte WAC bei der Austria, die sechstplatzierte WSG Tirol trifft daheim auf Rapid. Ein bzw. zwei Zähler fehlen Hartberg bei klar schlechterem Torverhältnis auf die Konkurrenten.

Von einem Entscheidungsspiel war bei Schopp nicht die Rede. "Es ist ja nicht so, dass die Meisterschaft mit Sonntag vorbei ist. Wenn es nicht sein sollte, dann haben wir immer noch zehn Spiele, wo wir unsere Ziele erreichen können", meinte der 47-Jährige. Mit einem Sieg über St. Pölten habe man immerhin dann 31 Zähler am Konto. "Das wäre eine hervorragende Ausgangsposition." Nach der Punkteteilung hätte Hartberg noch 15, der Abstand ans Tabellenende würde selbst bei einem Erfolg von Schlusslicht Admira (gegen Sturm Graz) dann sieben Punkte betragen.

Druck verspürt man in Hartberg keinen. "In den Gesprächen mit dem Verein war immer klar, dass man nicht den Anspruch hat, oben dabei zu sein. Da gibt es andere Vereine. Wir haben gesagt, wir wollen da sein, wenn andere Mannschaften auslassen", betonte Schopp. Er durfte Rechtsverteidiger Andreas Lienhart diese Woche wieder im Mannschaftstraining begrüßen. Marc Andre Schmerböck muss weiter pausieren.

St. Pölten verlor von den letzten vier Spielen gegen Hartberg zwei bei zwei Remis. Die Niederösterreicher wollen noch den einen oder anderen Zähler in die Quali-Gruppe mitnehmen. "Wir wissen natürlich auch um die Situation, in der Hartberg steckt. Sie müssen gewinnen, wenn sie oben dabei sein wollen. Das sollte uns wiederum Umschaltmomente bieten", meinte Trainer Robert Ibertsberger.

Seine Mannschaft kassierte daheim gegen Altach (0:1) zuletzt einen weiteren Rückschlag. "Für uns war wichtig, dass wir diese Niederlage dementsprechend aufgearbeitet haben. Wir haben die Dinge klar angesprochen", meinte Ibertsberger. Vor allem in der Offensive erwarte er sich eine Steigerung. "Blöd ausgedrückt: Wir müssen einfach torgeiler werden." Unzufrieden macht Ibertsberger der Saisonverlauf. "Das durchwachsene Fazit, das wir im Herbst hatten, hat sich im Frühjahr ins Negative gewandelt. Das sieht man auch klar an den Ergebnissen. Wir sind einfach viel zu unkonstant, das muss uns eine Lehre sein."

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