Bundesliga

Im OÖ-Derby steht viel mehr als nur Prestige am Spiel

Es geht um viel mehr als nur Prestige. Der LASK ringt um Europa, Ried um den vorzeitigen Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga. Die Vorzeichen vor dem Derby am Samstag (17.00 Uhr) im Innviertel versprechen einen würdigen Kampf der oberösterreichischen Rivalen. Im zweiten Spiel unter Dietmar Kühbauer könnten die Linzer mit dem ersten Sieg die Weichen für die dritte Saisonphase stellen, Ried wäre mit einem Dreier eine Runde vor Schluss der Qualigruppe endgültig gerettet.

Im letzten OÖ-Derby der Saison geht es nicht nur ums Prestige SN/APA/EXPA/REINHARD EISENBAUER
Im letzten OÖ-Derby der Saison geht es nicht nur ums Prestige

Die Situation im unteren Play-off ist gerade im Bezug auf den Kampf um das letzte offene Europacupticket eine enge. Fünf von sechs Teams, darunter auch die Rieder, die aktuell zwei Punkte hinter dem LASK liegen, können noch hoffen. "In unserer Lage wäre ein Dreier natürlich doppelt gut", betonte Rieds Offensivmann Stefan Nutz, dessen Truppe den LASK in der aktuellen Saison schon zweimal schlagen konnte - jüngst Anfang April beim 2:0 sogar in Pasching. "Das ist auch für den Kopf extrem wichtig", sagte Nutz.

Zuletzt zeigten die "Wikinger" beim 1:1 bei Schlusslicht Altach Fußball der Marke "Abstiegskampf pur", wie Trainer Christian Heinle erklärte. Gustostückerl werde es auch am Samstag keine geben. "In dieser Phase der Qualigruppe geht es jetzt nicht mehr um schönen Fußball", stellte der 37-Jährige klar. Der Trainerwechsel bei der Konkurrenz sei nicht unbedingt ideal für seine Truppe: "Didi Kühbauer ist lange in der Bundesliga. Er weiß, worauf es ankommt, um die Mannschaft heiß auf das Derby zu machen."

Heinle ist in einer turbulenten Rieder Saison bereits der dritte Chefcoach nach Andreas Heraf und Robert Ibertsberger, das jedenfalls verbindet ihn mit Kühbauer. Auch der Burgenländer komplettierte nach Dominik Thalhammer und Andreas Wieland den Trainer-Hattrick bei den Athletikern. Sein Debüt fiel mit dem Heim-3:3 gegen Hartberg mäßig erfolgreich aus, dennoch erkannte Kühbauer "viele positive Dinge". "Die Leistung war für mich fürs Erste absolut in Ordnung."

Gerade defensiv leistete sich der LASK viele Unsicherheiten, in der Nachspielzeit verschoss Sascha Horvath noch einen Elfer. Das alles soll am Samstag vergessen sein, Automatismen sollen bereits besser sitzen - auch wenn James Holland und Marvin Potzmann gesperrt fehlen. "In den letzten Duellen mit Ried sind wir uns und den Fans einiges schuldig geblieben, umso mehr wollen wir es dieses Mal besser machen", gab Stürmer Husein Balic zu Protokoll. Der Druck, das internationale Geschäft erreichen zu wollen, soll dabei kein Hindernis sein. Balic: "Für uns ist es tatsächlich kein großes Thema, das auszublenden."

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