Bundesliga

Junuzovic schießt Red Bull Salzburg zu Last-Minute-Sieg über Rapid Wien

Der Serienmeister setzt sich im Bundesliga-Schlager nach zwei höchst unterschiedlichen Halbzeiten 2:1 durch. Gefeierter Matchwinner ist Edeljoker Zlatko Junuzovic. Lesen Sie das Match hier auch im Liveticker nach!

Red Bull Salzburg hat in der Fußball-Bundesliga einen neuen Lieblingsgegner gefunden. Die Bullen bezwangen Rapid auch am Sonntag im Schlagerspiel der 25. Runde mit 2:1 (1:0) und bleiben an der Tabellenspitze damit weiterhin unangetastet. Es war diesmal allerdings ein Sieg auf Messers Schneide, denn der Treffer zum 2:1 fiel erst in der vierten Minute der Nachspielzeit. Torschütze war just jener Bullen-Profi, dessen Vertrag in Salzburg nach dieser Saison nicht verlängert wird: Zlatko Junuzovic, der damit eindrucksvoll bewies, wie wertvoll er nach langer Verletzungspause auch mit 34 Jahren immer noch sein kann.

Die Bullen spielten gegen Rapid nur eine überragende erste Hälfte, in der Luka Sučić die verdiente Führung erzielte. Der Linksfuß glänzte mit perfekter Schusstechnik und traf in der 17. Minute aus gut 20 Metern ins lange Eck zum 1:0. Ein Tor wie aus dem Red-Bull-Fußball-Lehrbuch: Vom Auswurf durch Torhüter Philipp Köhn über zwei Stationen bis zum Abschluss durch Sučić dauerte es gerade einmal zwölf Sekunden. Wenn am Spiel der Salzburger etwas zu bemängeln war, dann die Chancenauswertung: Denn Junior Adamu mit einem schlecht getimten Flugkopfball (12.) und einem scharfen Schuss in die Hände von Rapid-Keeper Niklas Hedl (34.) sowie Noah Okafor per Kopf (22.) und mit einem verunglückten Außenrist-Schuss (33.) hätten das vorentscheidende 2:0 erzielen können - oder müssen. So aber blieb den Gästen aus Wien ein Fünkchen Hoffnung.

Die war freilich nur gering, denn mit zahlreichen Ballverlusten im Spielaufbau wollte für Rapid in der ersten Hälfte so gar nichts zusammenlaufen. Salzburg hingegen agierte wieder mit jener Intensität, mit der man bis zu dem Corona-cluster Ende Februar durch die Bundesliga und die Champions League regelrecht geflogen war.

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Mannschaften aber wie ausgewechselt. Plötzlich leistete sich Salzburg unnötige Ballverluste und traf durch den immer wieder brandgefährlichen Nicolás Capaldo selbst das leere Tor nicht. Rapid hingegen gelang wie aus dem Nichts der Ausgleich: Eine Moormann-Flanke konnte Oumar Solet nur unzureichend klären, dann wurden Bernhard Zimmermann und der zur Pause eingetauschte Christoph Knasmüllner nicht gut genug attackiert und Ferdy Druijf vollendete im Strafraum (52.).

Alles war wieder offen im vermeintlich einseitigen Bundesliga-Schlager zwischen Salzburg und dem zum neuen Lieblingsgegner erklärten SK Rapid. Auch die Einwechslung von Karim Adeyemi und Benjamin Šeško für das engagierte, aber glücklose Sturmduo Okafor/Adamu brachte vorerst nicht die erhoffte Wende. Bis der große Moment von Edeljoker Zlatko Junuzovic kam: Der Routinier stand bei einem Adeyemi-Stanglpass goldrichtig und ließ die gut besuchte Bullen-Arena zum Tollhaus werden.

Das Match im Liveticker:

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