Bundesliga

"Kellerduell" in Hütteldorf - Rapid empfängt WAC

Rapid empfängt in der dritten Runde der Fußball-Bundesliga am Sonntag (17.00 Uhr) den Wolfsberger AC. Schaut man sich die Tabellensituation beider Teams an, könnte man von einem Kellerduell sprechen. Die Hütteldorfer zieren das Tabellenende, die Kärntner sind Neunter - beide Teams halten nach zwei Runden bei nur einem Zähler. Der Anspruch ist bei beiden Clubs natürlich ein anderer, Ziel am Sonntag ist daher jeweils der erste Saisonsieg in der Liga.

Rapid-Coach Kühbauer will mit seinem Team den ersten Dreier einfahren SN/APA/HERBERT NEUBAUER/HERBERT NEU
Rapid-Coach Kühbauer will mit seinem Team den ersten Dreier einfahren

Obwohl der Saisonstart sowohl für Rapid als auch den WAC misslungen ist, sind die Ausgangspositionen für Sonntag doch unterschiedlich: Während Rapid mit dem Schwung eines überzeugenden Sieges gegen Anorthosis Famagusta (3:0) aus der Europa-League-Quali ins Heimspiel geht, war beim WAC nach der 1:4-Heimniederlage gegen Sturm am vergangenen Sonntag Wundenlecken angesagt.

Rapid-Coach Dietmar Kühbauer sieht einen Aufwärtstrend bei seinem Team: "Ich glaube schon, dass wir in Linz (1:1, Anm.) ein gutes Spiel abgeliefert haben. Gegen die Zyprer war das aber eine klare Leistungssteigerung. Wir brauchen auch gegen den WAC eine weitere Leistungssteigerung, damit wir zu unseren Punkten kommen."

Rapid-Goalie Richard Strebinger, der gegen Wolfsberg sein 200. Pflichtspiel für Rapid absolviert, warnte vor den Kärntnern: "Wir müssen 100 Prozent von unserem Leistungsvermögen abrufen, damit wir drei Punkte holen. Ich bin schon überzeugt von unseren Qualitäten, aber der WAC ist eine sehr gefährliche, gute Mannschaft und deswegen müssen wir da mit voller Konzentration rangehen." Die Personalsorgen werden bei Rapid nicht so schnell verschwinden. Robert Ljubicic ist auch gegen Wolfsberg gesperrt, ob die erkrankten Filip Stojkovic und Dejan Petrovic wieder einsatzfähig sind, wird sich erst weisen.

WAC-Trainer Robin Dutt hat zwar nicht so viele Ausfälle zu beklagen, muss aber ein letztes Mal auf den gesperrten Mario Leitgeb verzichten. Der Europacup-Auftritt Rapids nötigte dem 56-Jährigen Respekt ab. "Sie haben gegen Famagusta ein richtig gutes Spiel gemacht. Rapid hat nach vorne schon eine sehr gute Qualität - mit Fountas, mit Karas und Knasmüllner." Daher sei es wichtig, im Match am Sonntag den Gastgebern den Schneid mit Präsenz abzukaufen. "Wir müssen uns Räume erarbeiten und versuchen, wichtige Zweikämpfe in der gegnerischen Hälfte zu führen."

Hoffnung gibt den Kärntnern, dass Rapid auch gegen andere Teams in der noch jungen Saison ausgelassen hat. "Auch Hartberg hat bei Rapid gewonnen, von daher gehen wir schon mit dem nötigen Mut ins Spiel", so Dutt. Rapids letzter Sieg in der Bundesliga war übrigens am 22. Mai ein 3:0 daheim gegen den LASK. Der WAC wiederum ist saisonübergreifend auswärts seit fünf Liga-Spielen unbesiegt (2 Siege, 3 Remis), die letzte Niederlage datiert vom 11. April (1:2 beim LASK).

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