Bundesliga

Klagenfurt fordert Hartberg im Duell der Ersatzgeschwächten

Nach dem Tiefschlag gegen die Admira (0:4) plant die noch sieglose Austria Klagenfurt im Heimspiel gegen den TSV Hartberg eine entsprechende Reaktion zu geben - möglichst mit elf Spielern bis zum Schluss. Peter Pacult muss nach Sperren seine Abwehr umbauen, der TSV hat vor der 3. Runde ebenfalls Personalsorgen. Einsergoalie Rene Swete fehlt erkrankt, ein Einsatz von Innenverteidiger Felix Luckeneder wird zum Wettlauf mit der Zeit.

Keine Liebesbeziehung: Die Schiedsrichter und Klagenfurt. SN/APA/GERT EGGENBERGER/GERT EGGENB
Keine Liebesbeziehung: Die Schiedsrichter und Klagenfurt.

Die Austria spielte in der jungen Saison noch keine Ligapartie in voller Mannstärke zu Ende. Mit Kapitän Kosmas Gkezos und Nicolas Wimmer wurden erneut zwei Akteure nach VAR-Intervention des Feldes verwiesen. Zum Auftakt hatte es nach Hinweis des Video-Schiedsrichters Linksverteidiger Maximiliano Moreira erwischt, der nun zurückkehrt. Neuzugang Michael Blauensteiner könnte als Rechtsverteidiger debütieren, oder als Ersatz vom Ersatzmann Philipp Hütter fungieren.

Pacult probte in der Trainingswoche verschiedene Abwehrvarianten, ließ sich im Voraus bezüglich seiner Aufstellung nicht in die Karten blicken. "Natürlich ist es immer bitter, wenn einige Spieler ausfallen, aber dadurch öffnet sich für andere die Tür", sagte Pacult und forderte: "Wenn die Chance kommt, muss man sie nutzen." Das 0:4 gegen die Admira war letztlich klar. "Wichtig ist, dass wir uns schütteln, wieder aufstehen und bereit sind, die richtige Reaktion zu zeigen. Das erwarte ich."

Laut Hartberg-Trainer Kurt Russ soll damit spätestens bei Swete-Ersatz Raphael Sallinger Schluss sein. Ein größeres Fragezeichen steht auch hinter dem Einsatz von Luckeneder (Magenprobleme). In der Offensive mehren sich Russ' Optionen: Bielefeld-Leihgabe Noel Niemann sei fit und auch die Spielgenehmigung für Neo-Stürmer Gabriel Lemoine ist laut dem Hartberg-Coach da.

Bei Nemanja Belakovic, der Mitte Juli vorgestellt wurde, fehlt hingegen noch immer die Freigabe der FIFA. Russ spricht von vertraglichen Querelen, die es nach dem Weggang des serbischen Stürmers von seinem Ex-Club in Lettland gäbe. "Das könnte sich noch hinziehen. Es schaut nicht so gut aus." Deshalb fahndet Hartberg weiter nach einem Stürmer sowie auch einem "Zehner" als Ersatz für Rajko Rep.

Die Klagenfurter Stärke war für Russ "richtig schwierig einzuordnen". Er erwartete den Aufsteiger jedoch "schon eher defensiver". "Vorne draufgegangen sind sie selbst in der Aufstiegssaison nicht, in der sie ihre Tore durch Umschaltsituationen gemacht haben."

Hartberg verlor zuletzt gegen Altach 1:2, durch "dumme Fehler", wie Russ betonte. Im Offensivspiel will der Nachfolger von Markus Schopp noch mehr Spieler in den Strafraum bringen. "Und der Lauf zur ersten Stange muss sich noch verbessern." Die Begegnung gab es in der Historie erst zweimal. 2016/17 feierten beide Teams in der Regionalliga jeweils einen Heimsieg.

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