Bei einem Scheitern sind die Folgen noch bedrohlicher

Autorenbild
Kontra Richard Oberndorfer

Sogar viele Fangruppen im Fußball haben sich dieser Tage gegen die Weiterführung der deutschen Liga ausgesprochen. Sie meinen, dass es keine "Lex Bundesliga" geben dürfe. Sie sind deshalb gegen die sogenannten Geisterspiele ohne Zuschauer und aufgrund der hohen Verträge nur im TV.

Viele Details wurden der Regierung vorgelegt und dennoch sind viele Eventualitäten nicht einkalkuliert. Denn keiner kann prognostizieren, was wirklich passieren würde, wenn in den Teams mehrere positive Coronafälle auftreten würden. Die gesellschaftliche Bedeutung des Fußballs steht außer Frage, aber auch in diesen Zeiten? Ist es nicht als Hohn gegenüber jenen zu werten, die sich wirklich in der Coronapandemie gesellschaftsdienlich engagiert haben?

Das Argument der "Blaupause" für das Öffnen weiterer sportlicher Ereignisse ist nicht schlagend, denn hier werden unter Umständen falsche Tatsachen in einer gefährlichen Coronaphase vorgegaukelt. Und die Verantwortlichen der Fußball-Liga müssen gewahr sein, dass bei einem Scheitern die wirtschaftlichen Folgen im Sport insgesamt noch größere Ausmaße annehmen könnten. Geduld und ein wenig ausharren hätten der Situation nicht geschadet. Jede Woche zählt trotz sportlicher Dürre.

Aufgerufen am 29.11.2020 um 05:56 auf https://www.sn.at/sport/fussball/bundesliga/kontra-bei-einem-scheitern-sind-die-folgen-noch-bedrohlicher-87212773

Kommentare

Schlagzeilen