Bundesliga

Kuriose Idee der Salzburg-Filiale

Ried-Coach Gerald Baumgartner. SN/gepa
Ried-Coach Gerald Baumgartner.

Die SV Ried wäre von allen Fußball-Profivereinen wohl am schlimmsten von einem Saisonabbruch betroffen. Der überlegene Tabellenführer der 2. Liga hat schon mehrfach betont, dass eine Fortsetzung des Spielbetriebs existenziell für seine Zukunft sei. In einer weiteren Saison in der Zweitklassigkeit würde der Verein von Trainer Gerald Baumgartner aus wirtschaftlichen Gründen wohl kleinere Brötchen backen. Ob der Traum von der Bundesliga für die Salzburg-Abordnung - neben Baumgartner sind mit Marco Grüll, Constantin Reiner und Arne Ammerer drei weitere Salzburger im Innviertel engagiert - noch wahr wird, könnte sich schon am Donnerstag bei der Außerordentlichen Bundesliga-Hauptversammlung entscheiden.

Geisterspiele sind für viele Clubs nicht zu stemmen. Daher stimmten zuletzt neun von 16 Vereinen für einen Saisonabbruch, die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit wurde nur knapp "verfehlt". Doch nun schöpfen die Rieder wieder Hoffnung, auch mit einer kuriosen Idee. "Laut unserem Antrag können Vereine ohne Sanktionen aus dem Bewerb ausscheiden. Die Meisterschaft kann dann mit weniger Vereinen - ähnlich der Meistergruppe in der Bundesliga - weitergespielt werden", erklärt Ried-Präsident Robert Tremel. In der Not werden Vereine verständlicherweise erfinderisch. Neben Ried plädieren etwa der erste Verfolger Austria Klagenfurt (mit Patrick Greil) und der FC Liefering auf eine Fortsetzung. Laut einer Umfrage der Spielergewerkschaft VdF würden viele Spieler einen Gehaltsverzicht akzeptieren.

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