Bundesliga

LASK bei Sturm Graz "heiß" auf ersten Auswärtssieg

Mit einem Sieg im Topduell der sechsten Runde der Fußball-Bundesliga will der LASK am Sonntag (17.00 Uhr) bei Sturm Graz auf Tuchfühlung mit der Tabellenspitze bleiben. "Wir wollen vorne dranbleiben", betonte Trainer Dominik Thalhammer, dessen Team dank des 4:3-Erfolgs über Rasgrad in der Europa League mit einem Erfolgserlebnis in die Steiermark kommt.

Ein erster Sieg in der Ferne würde den LASK freuen SN/APA (Archiv)/EXPA/REINHARD EISEN
Ein erster Sieg in der Ferne würde den LASK freuen

Auch wenn es gegen die Bulgaren nach 4:1-Führung und "naiven" (Thalhammer) Minuten noch einmal knapp wurde, zeigte der LASK über weite Strecke eine starke Leistung. Das gibt weiteres Selbstvertrauen für die Auswärtspartie am Sonntag. Obwohl es in der Fremde mit einem 1:1 in Tirol und einem 0:3 bei Rapid bisher nicht so recht klappte. "Ich denke, dass wir heiß sind auf den ersten Auswärtssieg", sagte Thalhammer, dessen Team derzeit zehn Punkte am Konto hat und den Anschluss an Leader Salzburg 15) und Rapid (13) verlieren könnte.

Die "Blackys", die als Tabellenvierter mit neun Punkten nur einen Zähler hinter dem drittplatzierten LASK liegen und in sieben Saisonpflichtspielen noch ungeschlagen sind (4 Siege), lobte Thalhammer ebenso wie Sturms Neo-Coach Christian Ilzer. "Sturm Graz hat eine sehr gute Entwicklung genommen. Sie sind ein sehr guter Gegner, der eine gute Struktur zeigt. Ob es gleich ein Flow ist, das sollen andere entscheiden. Der neue Trainer hat gute Arbeit geleistet."

Kapitän Gernot Trauner attestierte dem Gegner einen "anderen Spielstil als "letztes Jahr, sie haben mit Christian Ilzer das System umgestellt. Doch wir wissen das und werden gut auf sie eingestellt sein", sagte der Defensivroutinier und wies auf die gute direkte Bilanz hin. Schließlich ist Sturm gegen den LASK fünf Spiele (0-1-4) seit dem 2:1 in Pasching im April 2019 sieglos. Trauner: "Wir haben letztes Jahr bewiesen, dass uns Sturm Graz liegt. Ich sehe da gute Chancen für uns."

Ilzer sprach von einer "beeindruckenden Leistung" des LASK in den ersten 65 Minuten gegen Rasgrad, die Linzer seien "ein sehr, sehr harter Prüfstein" für sein Team. Man werde "kaum Zeit am Ball" haben und müsse "Lösungen auf engem Raum finden", betonte Ilzer, bei Standards seien die "Athletiker" zudem "fast übermächtig". Dennoch gab er sich optimistisch: "Wir müssen uns zutrauen mit unseren Stärken, so eine intensiv spielende Mannschaft zu bespielen."

Der Steirer, dessen Elf zuletzt in Ried 2:0 siegte ("Das war ein ganz souveräner Auftritt"), zog auch ein Fazit der bisherigen Saison. "Es gab Phasen, in denen wir sehr gut gegen den Ball gearbeitet haben und im Ballbesitz auch mit guten Lösungen aufwarten konnten. Und es gab Phasen, in denen die Siegermentalität sehr gut erkennbar war", sagte Ilzer. "Es gab aber auch Phasen, wo wir zu inaktiv waren und weggekippt sind." Das dürfe gegen den LASK nicht passieren: "Es muss uns gelingen, dass der LASK nicht in seinem Rhythmus aufspielt. Auf lange Sicht wollen wir die Spitzenteams fordern und mithalten können."

Quelle: APA

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