Bundesliga

LASK empfängt in ungewohnter Rolle des Gejagten St. Pölten

In der ungewohnten Rolle des Gejagten empfängt der LASK am Sonntag (14.30 Uhr) in der 20. Runde der Fußball-Bundesliga Nachzügler St. Pölten. Im Fernkampf um den Titel verteidigen die Linzer drei Tage nach dem 1:1 in der Europa League bei Alkmaar einen Punkt Vorsprung auf die ebenfalls am Sonntag bei der Austria gastierenden Salzburger.

Der LASK will die Spitze verteidigen SN/APA/KRUGFOTO
Der LASK will die Spitze verteidigen

"Uns erwartet am Sonntag ein kompakt stehender Gegner", sagte LASK-Coach Valerien Ismael, dessen Truppe den ersten Saisonvergleich in St. Pölten mit 3:0 für sich entschied. "Man hat bereits im Hinspiel gesehen, dass St. Pölten läuferisch stark ist und viel investiert. Zudem haben sie sehr gute Spieler in ihren Reihen", warnte der Franzose. "Für uns gilt es, eine konzentrierte Leistung abzuliefern. Wir werden viel Ballbesitz haben. Es gilt, Lösungen zu finden sowie in unserem Spiel nach vorne wieder Geduld zu beweisen."

Personell könnte Ismael auf einigen Positionen Umstellungen vornehmen. Stürmer Marko Raguz sei etwas "angeschlagen", erklärte der Coach nach dem Alkmaar-Spiel, Mittelfeldmann James Holland musste in der Halbzeit nach einem Zusammenstoß am Knie genäht werden. Und Verteidiger Philipp Wiesinger ist gesperrt.

Gut möglich ist, dass etwa Offensivakteur Husein Balic gegen seinen Ex-Club das Startelfdebüt beim LASK gibt oder Christian Ramsebner nach seiner Oberschenkelverletzung erstmals seit 7. August wieder aufläuft. "Ich habe die Qual der Wahl auf bestimmten Positionen. Das Spiel (gegen Alkmaar, Anm.) war nicht ganz so intensiv, daher glaube ich, dass wir sehr gut regenerieren werden", sagte Ismael.

Alexander Schmidt verfolgte die Partie als interessierter TV-Zuschauer. "Der LASK ist meiner Meinung nach die Mannschaft der Stunde, ist athletisch und fußballerisch sehr gut, hat einen klaren Plan", verlautete der Trainer von St. Pölten. Neu seien zuletzt die Torerfolge nach Einwürfen. "Anscheinend haben sie das noch einmal trainiert, ich glaube nicht, dass das Zufall ist", vermutete der Deutsche. Aufpassen müsse man aber allgemein bei Standardsituationen von Peter Michorl sowie wegen der Kopfballstärke von Gernot Trauner und Marko Raguz. "Da haben sie schon Waffen", wusste Schmidt.

Von der Doppelbelastung der Linzer dürfe man sich nicht zu viel erhoffen. "Sie haben gute Leute draußen, können schon rotieren", so Schmidt. Auch die neue Rolle des Gejagten werde die Oberösterreicher nicht negativ beeinflussen. "Ich glaube nicht, dass das für den LASK was ausmacht. Sie sind sehr stabil und können mit Drucksituationen anscheinend sehr gut umgehen", machte sich der Ex-Salzburg-Akademie-Trainer diesbezüglich keine Hoffnungen.

Sein Team trauerte zuletzt aufgrund einer beim 2:2 gegen die Admira vergebenen 2:0-Führung einem Sieg nach. "Wir haben das gut weggesteckt", betonte St. Pöltens Coach. Eine Steigerung muss für Zählbares sicher her. "Wir brauchen eine höhere Intensität, müssen aggressiver in den Zweikämpfen sein und dürfen den Ball, wenn wir ihn gewinnen, nicht wieder so schnell verlieren. Und sollten wir am Ende führen, müssen wir weiter Fußball spielen und nicht bloß die Bälle wegschlagen", erläuterte der 51-Jährige.

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