Bundesliga

LASK erledigte Jahres-Auftakt mit Bravour, Austria hadert

Der LASK hat die ersten Aufgaben im neuen Jahr mit Bravour erledigt. Dem 6:0 gegen St. Pölten im Viertelfinale des ÖFB-Cups ließen die Athletiker am Freitagabend in Pasching ein 2:0 gegen die Austria zum Start ins Bundesliga-Frühjahr folgen. In der Abwehr unüberwindbar, holten sich mit den Torschützen Thomas Goiginger und Joao Victor auch die Offensiven der Linzer weiter Selbstvertrauen.

Linzer haben Stärke vom Herbst offenbar mitgenommen SN/APA (EXPA)/EXPA/REINHARD EISENBA
Linzer haben Stärke vom Herbst offenbar mitgenommen

Eine Begleiterscheinung des zehnten Saisonsiegs des Tabellenzweiten war die fix eingefahrene Teilnahme an der Meistergruppe als zweites Team hinter Salzburg. Oliver Glasner musste nach dem souveränen Erfolg wieder einmal Fragen zum Status als Herausforderer des Meisters beantworten. "Wir sehen uns nicht als Jäger von Red Bull Salzburg, sondern als eine Mannschaft, die guten Fußball spielen will", stellte der LASK-Coach klar. "Wir waren letztes Jahr als Aufsteiger Vierter und wollten Nachhaltigkeit reinbringen. Das haben wir jetzt geschafft."

Mit 8:0 Schüssen aufs Tor zeigte die Statistik nach Spielende den Charakter der Partie auf. Der LASK fand seine Chancen vor und ließ in der Defensive gar nichts anbrennen. Kapitän Gernot Trauner und Co. agierten als eine eingespielte Einheit. Auch wenn ein individueller Patzer von Austrias Christoph Martschinko Goiginger das 1:0 (20.) bescherte, zeigte sich, warum der LASK nun schon zehn Punkte vor der noch um ihren Platz in den Top Sechs kämpfenden Austria liegt.

"Aus der Winterpause mit zwei Niederlagen zu starten, ist bitter. Der LASK ist da viel weiter wie wir. Sie holen das Maximum heraus", gab Florian Klein zu Protokoll. Der im LASK-Nachwuchs ausgebildete Ex-Teamspieler zeigte wie die gesamte Austria-Elf in der ersten Spielhälfte eine lethargische Leistung. "Mutlos" sei man gewesen, waren sich Trainer Thomas Letsch und Sportchef Ralf Muhr einig. "Da war die Verunsicherung zu spüren", meinte Muhr auch in Anspielung auf das Out im Cup beim GAK.

Freute sich Glasner ("Das ist schon richtig gut") sichtlich über die Null bei den Gegentreffern nach den ersten beiden Pflichtspielen 2019, gerät der bei den Fans angezählte Letsch mit seinem Team früh unter Druck. "Es ist in den ersten beiden Spielen im neuen Jahr nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Jetzt gilt es, die Mannschaft aufzubauen", betonte der Deutsche. Die kommenden beiden Runden - es sind die dritt- bzw. vorletzte des Grunddurchgangs - werden für die Austria wohl entscheidend.

Zunächst geht es zu Hause gegen Hartberg, dann eine Woche später ebenfalls daheim gegen Altach. Muhr sieht die Mannschaft gefordert. "Fakt ist, wir haben nun zwei Heimspiele in Folge, wo zwei Siege Pflicht sind, um sich für die Meistergruppe zu qualifizieren", hielt der seit Sommer als Sportdirektor amtierende ehemalige Akademieleiter fest. Gelingt dies nicht, droht der Austria ein Finale gegen Sturm in Graz. Das Verpassen der Meistergruppe wollte Muhr in Pasching noch nicht andenken, "weil unsere Ziele noch erreichbar sind".

Quelle: APA

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